Auch in Krisen: Nachhaltigkeit ist unverzichtbar
Das Forum Nachhaltiges Palmöl (FONAP) sieht im Einsatz von Palmöl aus nicht-nachhaltiger Herkunft keinen geeigneten Ersatz für ukrainisches Sonnenblumenöl.
Berlin, 24. März 2022 – Angesichts von Lieferausfällen bei Sonnenblumenöl infolge des Ukrainekriegs mahnt Almut Feller, Vorsitzende von FONAP: „Engpässe dürfen nicht dazu führen, dass nun verstärkt Palmöl nicht-nachhaltiger Herkunft zum Einsatz kommt. Es wäre ein großer Fehler, Ernährungssicherung und Nachhaltigkeit gegeneinander auszuspielen. Die Verwendung von Palmöl muss aus zertifiziert nachhaltiger Erzeugung stammen.“
Die Lebensmittelversorgung in Deutschland ist sicher, steigende Preise und Lieferschwierigkeiten einzelner Produkte sind aber zu erwarten.
Die aktuelle Krise, ausgelöst durch den Überfall auf die Ukraine, ist kein Grund, von den Nachhaltigkeitszielen abzurücken. Im Gegenteil: Nur nachhaltige Agrarlieferketten bieten eine zukunftssichere Versorgung mit Lebensmitteln in Deutschland und anderswo.
Wie dies für Palmöl gelingen kann und welche Maßnahmen nötig sind, dafür bietet FONAP gute und wichtige Antworten: Weitere Informationen zur Arbeit des Forums unter www.forumpalmoel.org
Über das Forum Nachhaltiges Palmöl
Das Forum Nachhaltiges Palmöl (FONAP) ist eine Multi-Akteurs-Partnerschaft, die aus über 50 deutschen Unternehmen, Verbänden, Nichtregierungsorganisationen, dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) und dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) besteht. Das FONAP Sekretariat ist bei der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH angesiedelt.
Ziel des FONAP e.V. ist die Förderung nachhaltiger Agrarlieferketten mit dem Fokus auf Palmöl. Seit seiner Gründung 2015 engagiert sich FONAP für einen nachhaltigeren Palmölanbau in den Ursprungsländern. Dabei gilt es, die Abnahme von zertifiziert nachhaltigem Palmöl bei Lebensmitteln, Futtermitteln und chemischen Produkten zu steigern und die Menschenrechte entlang der gesamten Lieferkette zu berücksichtigen und anzuwenden. Firmen bringen sich in die Multi-Akteurs-Partnerschaft ein, um Herausforderungen, wie z.B. die Wahrung ihrer menschenrechtlichen Sorgfaltspflichten sowie Zertifizierungsfragen gemeinsam – und nicht nur firmenintern – anzugehen. Den FONAP-Mitgliedern stehen verschiedene Teilnahmeformate offen, z.B. der Austausch im Rahmen von Fachveranstaltungen, die Mitwirkung in Arbeitsgruppen oder die Unterstützung eines FONAP-Kleinbauernprojekts.
KONTAKT: Sollten Sie Bilder oder weiterführende Informationen benötigen, wenden Sie sich bitte an:
Sekretariat Forum Nachhaltiges Palmöl
c/o GIZ GmbH
Friedrich-Ebert-Allee 32 + 36 | 53113 Bonn, Deutschland
Telefon: + 49 228 4460 1346
E-Mail: sekretariat@forumpalmoel.org
Maßnahmen für mehr Wald- und Gewässerschutz sowie die Wiederherstellung gesunder Böden
Neues Pilotprojekt des FONAP e.V. unterstützt Kleinbäuer*innen in Indonesien
Berlin, 01. März 2022 – 27 Mitglieder des „Forum Nachhaltiges Palmöl e.V.“ (FONAP) intensivieren in Indonesien ihr Engagement im größten Erzeugermarkt für Palmöl. Gemeinsam mit dem dort ansässigen Palmölforum für Kleinbäuer*innen FORTASBI setzen sie ein neues Pilotprojekt auf Sumatra in der Provinz Jambi um. Lokal wird das Projekt in enger Kooperation mit den Nichtregierungsorganisationen Setara Jambi und Cappa durchgeführt. Damit setzen die FONAP-Mitglieder im sechsten Jahr nach der Gründung von FONAP ein konkretes Zeichen, wie eine nachhaltige Palmölwirtschaft aussehen kann.
Ein zunächst für zwölf Monate konzipiertes Pilotprojekt soll Kleinbäuer*innen im Ölpalmenanbau dabei unterstützen, nachhaltiger zu wirtschaften. Das Projekt verfolgt konkrete ökologische und soziale Ziele: Geplant sind Maßnahmen zum Erhalt des Waldes im Rahmen sogenannter sozialer Forstwirtschaft, wobei zum Beispiel durch den ergänzenden Anbau heimischer Nutzpflanzen durch die Dorfgemeinschaft alternative Einkommensquellen erschlossen werden. Die Anzucht dieser Pflanzen erfolgt durch lokale Frauengruppen, die so die Möglichkeit erhalten, ein eigenes Einkommen zu erzielen. Um die Wasserqualität des örtlichen Flusses Pengabuan zu verbessern, sollen grüne Pufferstreifen entlang der Uferzonen angelegt werden. Hierfür ist beabsichtigt, in einem lokalen Multi-Stakeholder-Prozess einen gemeinsamen verbindlichen Ordnungs- und Handlungsrahmen mit betreffenden Gemeinden, den Bäuer*innen, anderen Wirtschaftspartnern, der Zivilgesellschaft und der Politik sowie Verwaltung festzuschreiben. Der gesamte Prozess soll wissenschaftlich begleitet werden. Zusätzlich fördert ein regeneratives Landwirtschaftskonzept im Ölpalmenanbau die Bodengesundheit: Auf Demonstrationsflächen lernen die teilnehmenden Bäuer*innen biologischen Dünger und eigenen Humus aus Kuhmist und leeren Palmölfruchtbündeln aufzubauen.
Die Projektregion auf der Insel Sumatra grenzt an den Bukit Tiga Puluh Nationalpark, der als eines der letzten Refugien für bedrohte Tierarten wie den Sumatra-Orang-Utan, den Sumatra-Tiger und den Sumatra-Elefanten gilt. Die Arbeiten vor Ort beabsichtigen mittelbar dazu beizutragen, dass die Pufferzone vor dem Park erhalten bleibt und Störeinflüsse, die auch von nicht-nachhaltigem Ölpalmenanbau herrühren, minimiert werden.
Mit dem von uns geplanten Pilotprojekt verfolgen wir erstmals einen Ansatz, der auch örtliche Regierungs- und Verwaltungsstrukturen einbindet und in einem größeren, zusammenhängenden Raum Wirksamkeit entfalten soll“, erklärt der stellvertretende Vorsitzende, Sascha Tischer.
Das Projekt befindet sich im Einklang mit den Zielen der neuen Bundesregierung, die sich verstärkt gegen die Abholzung von Wäldern im Zusammenhang mit Agrarrohstoffen einsetzen will. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) und das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) unterstreichen ihre Ambitionen in diesen Bereichen auch durch ihre Mitgliedschaft im FONAP. Der Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, Cem Özdemir, setzte das Thema auch beim EU-Agrarrat in Brüssel im Januar in den Fokus. Mit Blick auf den Schutz und Erhalt bestehender Waldflächen erklärte er: „Agrarrohstoffe wie Soja, Palmöl, Rindfleisch, Kakao und Kaffee, die wir in Deutschland und Europa konsumieren, tragen weltweit zu Entwaldung und Waldschädigung bei. Dem wollen wir ein Ende setzen, globale Lieferketten müssen entwaldungsfrei sein.“
Die Mitglieder des FONAP nehmen ihre Verantwortung in den globalen Lieferketten wahr und agieren gemeinsam als Vorreiter für verbesserte soziale, ökonomische und ökologische Bedingungen in den Anbauländern. Durch ihre Selbstverpflichtung, ausschließlich zertifiziertes Palmöl zu verwenden, senden sie ein klares Signal an Konsument*innen, Politik und vor allem an die Produktionsländer. Mit freiwilligen Zusatzkriterien geht die Allianz außerdem über die Anforderungen der von ihr akzeptierten Standardsysteme – wie ISCC oder RSPO – hinaus: Neben dem Schutz der Artenvielfalt in Anbaugebieten wollen sich die FONAP-Mitglieder verstärkt für die Integration von Kleinbäuerinnen und -bauern in globale Lieferketten einsetzen und menschenrechtliche Sorgfaltspflicht wahrnehmen.
Entwaldung ist ein Problem von globaler Tragweite. Deshalb arbeiten wir seit Bestehen des FONAP daran, die Palmöllieferkette nachhaltiger zu gestalten und gezielt auch Verbesserungen in den Produktionsländern zu erzielen“, sagt die Vorsitzende des FONAP, Almut Feller, und ergänzt: „Mit dem von uns geplanten Projekt unterstreichen wir diese Bemühungen und leisten einen sichtbaren Beitrag zur Unterstützung von Kleinbäuerinnen und -bauern vor Ort.
Über das Forum Nachhaltiges Palmöl
Das Forum Nachhaltiges Palmöl (FONAP) ist eine Multi-Akteurs-Partnerschaft, die aus über 50 deutschen Unternehmen, Verbänden, Nichtregierungsorganisationen, dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) und dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) besteht. Das FONAP Sekretariat ist bei der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH angesiedelt.
Ziel des FONAP e.V. ist die Förderung nachhaltiger Agrarlieferketten mit dem Fokus auf Palmöl. Seit seiner Gründung 2015 engagiert sich FONAP für einen nachhaltigeren Palmölanbau in den Ursprungsländern. Dabei gilt es, die Abnahme von zertifiziert nachhaltigem Palmöl bei Lebensmitteln, Futtermitteln und chemischen Produkten zu steigern und die Menschenrechte entlang der gesamten Lieferkette zu berücksichtigen und anzuwenden. Firmen bringen sich in die Multi-Akteurs-Partnerschaft ein, um Herausforderungen, wie z.B. die Wahrung ihrer menschenrechtlichen Sorgfaltspflichten sowie Zertifizierungsfragen gemeinsam – und nicht nur firmenintern – anzugehen. Den FONAP-Mitgliedern stehen verschiedene Teilnahmeformate offen, z.B. der Austausch im Rahmen von Fachveranstaltungen, die Mitwirkung in Arbeitsgruppen oder die Unterstützung eines FONAP-Kleinbauernprojekts.
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+++ PRESSEMITTEILUNG +++
FONAP mit Engagement über Zertifizierung hinaus
Mitglieder einigen sich auf freiwillige Zusatzkriterien in der Palmölproduktion
Berlin, 10. November 2021 – Die Mitglieder des Forum Nachhaltiges Palmöl e.V. (FONAP) haben sich mit großer Mehrheit darauf geeinigt, ihre ökologische und soziale Selbstverpflichtung durch weitere freiwillige Zusatzkriterien zu ergänzen. Dadurch erhöht FONAP seine konkreten Anforderungen an die Produktion und Nachhaltigkeit in der Palmöl-Lieferkette. Mit den Zusatzkriterien geht die Allianz über die Anforderungen der von ihr akzeptierten Standardsysteme – wie den RSPO – hinaus.
Die Zusatzkriterien beinhalten den aktiven Schutz der Artenvielfalt in Anbaugebieten durch die Minderung negativer Auswirkungen der Palmöl-Bewirtschaftung auf Ökosysteme. Zudem wollen sich die FONAP-Mitglieder verstärkt für die Unterstützung und Integration von Kleinbäuerinnen und -bauern in globale Lieferketten einsetzen und menschenrechtliche Sorgfaltspflicht wahrnehmen. Mit den Zusatzkriterien will die Allianz zugleich dazu beitragen, dass die Standards bestehender Zertifizierungssysteme weiterentwickelt werden.
Der stellvertretende Vorstandsvorsitzende Sascha Tischer erklärt dazu: „Angesichts der bestehenden Herausforderungen müssen wir konkrete Maßnahmen für mehr Nachhaltigkeit ergreifen sowie praktikable Lösungskonzepte für naturnahe und sozial verantwortliche Flächennutzung entwickeln“. Dabei spielt die Zusammenarbeit und der Dialog mit den Erzeugermärkten eine wichtige Rolle. Ein bedeutender Schritt auf diesem Weg ist die Gründung der Arbeitsgruppe ‚Europäisches Netzwerk und interkontinentaler Dialog‘. „Als FONAP wollen wir uns mit ausgewählten nationalen Initiativen stärker vernetzen und den Brückenbau in den Ursprungsregionen des Ölpalmenanbaus voranbringen“, so Tischer.
Handfeste Ziele für soziale und ökologische Agrarlieferketten
Die Grundlage für die strategische Arbeit des FONAP in den kommenden Jahren bildet der neue Zielekatalog für die nachhaltige Gestaltung von Lieferketten. Ihre Zielsetzung, 100% zertifiziert nachhaltig erzeugtes Palmöl auf den deutschen Markt zu bringen sowie stetige Verbesserungen an den bestehenden Zertifizierungssystemen durchzuführen, hat die Organisation damit deutlich erweitert.
In der weiteren Arbeit von FONAP soll auch die Lieferkettentransparenz sowie der europäische und interkontinentale Dialog zur sozialen Gestaltung der Produktions- und Verarbeitungssysteme noch mehr Beachtung finden. Zugleich wird das Engagement in Produzentenländern verstärkt, um vor Ort Menschen- und Arbeitsschutzrechte besser zu verankern und Kleinerzeuger*innen zu unterstützen.
Um den angepassten und neuen Zielen zusätzliches Gewicht zu verleihen, haben sich die Mitglieder zudem entschlossen, den neuen Kanon auch in der Satzung zu verankern.
Vorstandsvorsitzende Almut Feller weist darauf hin, dass Zertifizierung zwar weiterhin ein elementarer Baustein auf dem Weg zur nachhaltigen Palmölproduktion sei. „Aber als international anerkanntes Kompetenzzentrum verfolgt FONAP bereits seit Jahren zusätzliche Aktivitäten, um die sozialen, ökonomischen und ökologischen Bedingungen in den Anbauländern zu verbessern. Diese Bestrebungen wurden nun auch offiziell in unserem Zielkatalog verankert“, so Almut Feller.
Unterstützung von Forderungen der Tropical Forest Alliance
Mit ca. 50 Unternehmen, Wirtschaftsverbänden und zivilgesellschaftlichen Organisationen unterzeichnete FONAP außerdem die Forderung der Tropical Forest Alliance an die EU-Kommission, mit Hilfe eines "smarten Mix" von Maßnahmen die negativen Auswirkungen von Rohstoffproduktionen auf tropische Wälder zu bekämpfen. Dieser umfasst neben rechtlichen Vorschriften auch Dialog und Partnerschaften zwischen Produzenten- und Konsumentenländern, Ansätze zur Risikobewertung und -minderung sowie die gezielte Lenkung von Investitionsströmen.
Das Forum Nachhaltiges Palmöl (FONAP) ist eine Multi-Akteurs-Partnerschaft, die aus über 50 deutschen Unternehmen, Verbänden, Nichtregierungsorganisationen, dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) und dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) besteht. Das FONAP Sekretariat ist bei der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH angesiedelt.
Ziel des FONAP e.V. ist die Förderung nachhaltiger Agrarlieferketten mit dem Fokus auf Palmöl. Seit seiner Gründung 2015 engagiert sich FONAP für einen nachhaltigeren Palmölanbau in den Ursprungsländern. Dabei gilt es, die Abnahme von zertifiziert nachhaltigem Palmöl bei Lebensmitteln, Futtermitteln und chemischen Produkten zu steigern und die Menschenrechte entlang der gesamten Lieferkette zu berücksichtigen und anzuwenden. Firmen bringen sich in die Multi-Akteurs-Partnerschaft ein, um Herausforderungen, wie z.B. die Wahrung ihrer menschenrechtlichen Sorgfaltspflichten sowie Zertifizierungsfragen gemeinsam – und nicht nur firmenintern – anzugehen. Den FONAP-Mitgliedern stehen verschiedene Teilnahmeformate offen, z.B. der Austausch im Rahmen von Fachveranstaltungen, die Mitwirkung in Arbeitsgruppen oder die Unterstützung eines FONAP-Kleinbauernprojekts.
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Palmöl in Deutschland zu 83 Prozent nachhaltig zertifiziert
Studie belegt steigende Nachhaltigkeitszertifizierung bei Palmöl –Mitglieder der deutschen Palmölallianz FONAP sind Vorreiter.
Berlin, 20. Januar 2021 – Der Anteil von nachhaltigem Palmöl und Palmkernöl in Deutschland ist gestiegen. Dies zeigt die neueste Palmöl-Marktstudie des Beratungsunternehmens Meo Carbon Solutions, die das Forum Nachhaltiges Palmöl (FONAP) heute im Rahmen der Internationalen Grünen Woche 2021 vorstellte. Demnach ist die Nachhaltigkeitszertifizierung für Palmöl für eine wachsende Zahl von Unternehmen unverzichtbar. Dr. Peter Hawighorst, Associate Director bei Meo Carbon Solutions, erläutert: „Der Verbrauch von Palmöl in Deutschland lag 2019 bei insgesamt 1,26 Mio. Tonnen. Davon waren 83 Prozent nachhaltig zertifiziert. Gegenüber dem Jahr 2013 bedeutet dies eine Steigerung um 13 Prozentpunkte.”
“Das bekräftigt unser ehrgeiziges Ziel, den deutschen Markt langfristig in Richtung 100 Prozent nachhaltig zertifiziertem Palmöl zu transformieren”, so Almut Feller, Vorstandsvorsitzende des Vereins. “Die Mitglieder des FONAP sind der beste Beweis, dass dies möglich ist. Sie setzen dieses Ziel bereits heute zu 100 Prozent um! Wir fordern die anderen Marktteilnehmer dazu auf, es den FONAP-Mitgliedern gleichzutun.”
Die vorliegende Studie untersucht den Verbrauch von Palm- und Palmkernöl aus dem Jahr 2019 in vier Wirtschaftssektoren. Der Lebensmittelsektor erreicht demnach einen Anteil von 90 Prozent zertifiziertem Palmöl. 2013 lag der Wert noch bei 61 Prozent. Der Bereich Wasch-, Pflege-, Reinigungsmittel & Kosmetik steigerte sich im gleichen Zeitraum von 47 auf 63 Prozent. Auch wenn die Werte für den Futtermittelsektor aktuell stagnieren, stiegen die Anteile von drei Prozent in 2013 auf 25 Prozent in 2019. Der Sektor Chemie/Pharmazie konnte den Anteil innerhalb der letzten sechs Jahre von 14 auf 36 Prozent steigern.
Die Studie stellt heraus, dass im Gegensatz zum weltweit steigenden Verbrauch die Nachfrage nach Palm(kern)öl in Deutschland seit 2013, dem Jahr, in dem erstmals Daten zur Nachhaltigkeitszertifizierung analysiert wurden, in der Tendenz stagniert. Jedoch nimmt der Anteil nachhaltigen Palm(kern)öls gleichzeitig signifikant zu; ein Fortschritt, der vor allem durch gemeinsames Engagement erreicht wurde.
Das Bundesministerium für Landwirtschaft und Ernährung (BMEL), Gründungsmitglied und Förderer des FONAP, begrüßt den positiven Trend. Dr. Eva Müller, Leiterin der Abteilung Wald, Nachhaltigkeit, Nachwachsende Rohstoffe, appelliert aber auch an die Sektoren mit noch geringen Fortschritten, weitere Anstrengungen zu unternehmen, damit alle Sektoren das 100 Prozent-Ziel zeitnah erreichen und von den deutschen Marktteilnehmern eine entsprechende Wirkung im europäischen Markt erzielt wird.
Sascha Tischer, stellvertretender Vorstandsvorsitzender des Vereins, betont: „FONAP ist ein Beispiel dafür, wie nachhaltige Lieferketten durch das Engagement in Deutschland mitgestaltet werden können." FONAP und seine Mitglieder arbeiten an tragfähigen Lösungen für die Verbesserung der Praktiken im Palmölsektor vor Ort: “Wir sehen uns als Brückenbauer zwischen dem Konsumentenmarkt Deutschland und den Erzeugern in den Tropen. Mit unserem seit 2018 bestehenden Projekt in Malaysia zeigen wir, dass Kleinbäuerinnen und Kleinbauern sehr wohl zu nachhaltigen Lösungen im Anbau effektiv beitragen können. Wir unterstützen sie, nach dem RSPO-Standard zertifiziert zu werden, und ermöglichen durch den Einsatz einer mobilen App die Rückverfolgbarkeit bis zur Farm und somit die Einbindung in die Lieferketten”, so Tischer.
Die Palmöl-Marktstudie im Auftrag des FONAP analysiert Daten zur Nachhaltigkeitszertifizierung seit 2013 und wird alle zwei Jahre veröffentlicht. Das Datenmaterial ist im internationalen Vergleich einmalig und ein wichtiger politischer Gradmesser für die Entwicklungen im Bereich nachhaltiges Palmöl.
FONAP e. V.
Das Forum Nachhaltiges Palmöl e. V. (FONAP) ist ein Zusammenschluss aus etwa 50 Unternehmen, Verbänden, Nichtregierungsorganisationen, dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) und dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Der Verein wurde 2015 gegründet mit dem Ziel einer 100 prozentigen Verwendung von nachhaltig zertifiziertem Palmöl in Deutschland. Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit GmbH (GIZ) koordiniert im Auftrag des BMEL das Sekretariat. www.forumpalmoel.org
Die vollständige Studie unter: FONAP Palmöl-Marktstudie 2019
Ein Pressekit zur Pressekonferenz mit Informationen und Grafiken rund um die Studie finden Sie hier.
Weitere Informationen zum FONAP-Projekt hier.
+++ PRESSEMITTEILUNG +++
Fünf Jahre FONAP - der Wandel zu nachhaltigem Palmölanbau ist möglich!
Generalversammlung feiert FONAP-Geburtstag – Nachhaltiges Palmöl immer gefragter in Deutschland – BMZ als neues Mitglied begrüßt
Berlin, 24. November 2020 – Unter dem Motto „Gemeinsam einer nachhaltigen Zukunft verpflichtet” hat das Forum Nachhaltiges Palmöl (FONAP) seine öffentliche Generalversammlung begangen, die ganz im Zeichen des fünften Geburtstags der Multi-Akteurs-Partnerschaft (MAP) stand.
Almut Feller, Vorstandsvorsitzende des FONAP e.V.: „Wir blicken auf fünf Jahre FONAP als Verein zurück. Viel haben wir erreicht: Heute können wir mit unseren über 50 Mitgliedern beweisen, dass diese MAP funktioniert und unser ehrgeiziges Ziel innerhalb der Palmöl-Allianz erreicht werden kann - und zwar den deutschen Markt langfristig zu 100 Prozent zertifiziert nachhaltigem Palmöl zu transformieren.“
Auf der digitalen Generalversammlung mit zeitweise über 400 Teilnehmenden wurden auch die vorläufigen Zahlen der FONAP-Palmölstudie präsentiert und diskutiert. Die bereits vierte Palmölmarktstudie bestätigt die Erfolge des FONAP: Der Lebensmittelsektor in Deutschland erreicht einen Anteil von 90 Prozent zertifiziertem Palmöl. Selbst der Sektor Chemie/Pharmazie, der vorwiegend Derivate und Fraktionen aus Palm(kern)öl nutzt, konnte den Anteil innerhalb der letzten sechs Jahre von 14 auf 36 Prozent steigern.
Für Uwe Feiler, Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, sind die Zahlen Ansporn:
„In fast allen untersuchten Sektoren hat der Anteil von nachhaltigem Palmöl zugenommen. Auch im Chemie-Sektor, mit dem FONAP in engem Austausch steht. Das ist auch Ihr Erfolg. Und noch etwas hat die Studie gezeigt: Das FONAP ist bei den einschlägigen Unternehmen als Kompetenzzentrum bekannt und geschätzt.“
Die finalen Zahlen der Studie werden im Dezember 2020 erwartet. Dazu veranstaltet das FONAP eigens eine Pressekonferenz.
Die Mitgliederzahlen des FONAP entwickeln sich ebenfalls positiv. Im Sommer konnte das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) als 51. Mitglied begrüßt werden. Dazu Feiler weiter: „Uns ist es wichtig, die Brücke zwischen den Unternehmen hier und den Palmölproduzenten vor Ort in den Erzeugerländern zu stärken.“
Dr. Maria Flachsbarth, Parlamentarische Staatssekretärin beim
Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, freut sich auf die Zusammenarbeit und unterstreicht in ihrer Rede auf der Generalversammlung: „Fünf Jahre FONAP zeigen, dass ein Wandel zu nachhaltigem Palmölanbau in großen Maßen möglich ist – und das innerhalb weniger Jahre! Internationale Standards für nachhaltigen Palmölanbau wurden weiterentwickelt auch dank des Engagements der Mitglieder des Forums! Der Aufbau nachhaltiger, entwaldungsfreier Agrarlieferketten ist Basiselement unserer Entwicklungszusammenarbeit.“
Das Forum Nachhaltiges Palmöl (FONAP) ist eine Multi-Akteurs-Partnerschaft, die aus 51 deutschen Unternehmen, Verbänden, Nichtregierungsorganisationen und der Bundesregierung besteht. Das FONAP Sekretariat wird im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH gestellt und umgesetzt.
Ziel des FONAP e.V. ist es, dass in Deutschland zu 100 Prozent nachhaltig-zertifiziertes Palmöl verwendet wird. Die Mitglieder des Forums haben eine entsprechende Selbstverpflichtung abgegeben. Ein weiteres Ziel des FONAP ist es, die anerkannten Zertifizierungssysteme weiter zu verbessern und die Nutzung von zertifiziertem Palmöl sowohl national als auch international zu erhöhen.
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Forum Nachhaltiges Palmöl c/o GIZ GmbH
Pressesprecher: Oliver Ramme
Friedrich-Ebert-Allee 32+36 | 53113 Bonn
Telefon: +49 228 4460 3692
Mobil: +49 152 900 512 23
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Menschenrechte in der Palmölproduktion
Zertifizierung ist ein Baustein auf dem Weg zur menschenrechtlichen Sorgfaltspflicht - Forum Nachhaltiges Palmöl und das Deutsche Institut für Menschenrechte präsentieren aktuelle Studie
Berlin, 18. November 2020 – Das Deutsche Institut für Menschenrechte hat in enger Kooperation mit dem Forum Nachhaltiges Palmöl e.V. (FONAP) eine Studie zu Menschenrechten im Palmölsektor durchgeführt. Diese wurde vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) in Auftrag gegeben. Ziel der Studie war es, menschenrechtliche Herausforderungen im Palmölsektor zu beleuchten und Handlungsansätze zu erarbeiten.
Die FONAP-Mitglieder mit ihrer strengen Selbstverpflichtung haben im Hinblick auf ökologisch verträgliches Palmöl bereits sehr gute Ergebnisse erzielt. „Mit dem Fokus auf eine umfassende Transformation nachhaltiger Palmöllieferketten ist es uns wichtig, die soziale und menschenrechtliche Situation stärker als bisher zu beleuchten. Die Ergebnisse der qualitativen Studie zeigen, dass Zertifizierung ein wichtiger Baustein ist, der jedoch um begleitende Maßnahmen ergänzt werden muss. Wir von FONAP sehen das als Auftrag, hier zusammen mit allen Akteuren zusätzliche praktikable Handlungsempfehlungen zu entwickeln und bereits bestehende Zertifizierungssysteme weiter zu stärken“, so Almut Feller, FONAP-Vorstandsvorsitzende.
Ein besonderes Augenmerk der Studie lag auf der menschenrechtlichen Analyse von Zertifizierungssystemen, speziell des Roundtable on Sustainable Palm Oil (RSPO), der unter anderem von FONAP-Mitgliedern aktiv genutzt wird. Der RSPO ist das weltweit führende Zertifizierungssystem bei Palmöl. Die Autorin und der Autor der Studie entwickelten Kriterien zur menschenrechtlichen Einschätzung von Zertifizierungssystemen. Sie kommen zu dem Ergebnis, dass der RSPO-Standard normativ viele menschenrechtliche Probleme adressiert und Unternehmen bei der Erfüllung der menschenrechtlichen Sorgfaltspflicht unterstützen kann. Jedoch wurden auch mögliche Lücken identifiziert. Die Nutzung des RSPO-Standards entbindet Unternehmen daher nicht von der Verantwortung, die Menschenrechte innerhalb ihrer eigenen Aktivitäten zu achten.
Michael Windfuhr, Stellvertretender Direktor des Deutschen Instituts für Menschenrechte, zur Studie: „Zertifizierungssysteme können helfen, die Kernelemente der menschenrechtlichen Sorgfaltspflicht umzusetzen, sie allerdings nicht ersetzen. FONAP kommt hier eine herausgehobene Rolle zu. Es kann seine Mitgliedsunternehmen, darunter vor allem auch kleine und mittelständische Unternehmen sowie solche Unternehmen, die in ihren Produkten nur sehr geringe Mengen Palmöl verwenden, in der Wahrnehmung ihrer menschenrechtlichen Verantwortung gut unterstützen.“
Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) als Förderer der Studie unterstreicht:
„Die vorliegende Studie gibt uns Handlungsansätze, die die menschenrechtlichen Sorgfaltspflichten berücksichtigen. Sie ist ein wichtiger Baustein, um die Risiken in der Palmölproduktion besser verstehen und gemeinsam adressieren zu können. Insbesondere durch ihren klaren Bezug zum Nationalen Aktionsplan für Wirtschaft und Menschenrechte, kurz NAP. Mit der Entwicklung von Kriterien zur menschenrechtlichen Einschätzung von Zertifizierungssystemen leistet die Studie einen Beitrag zum Verständnis dieser speziellen Anforderung an Unternehmen“, so Dr. Eva Müller, Leiterin der Abteilung Wald, Nachhaltigkeit, Nachwachsende Rohstoffe im BMEL.
Mit dem NAP möchte die Bundesregierung entsprechend den Leitlinien der Vereinten Nationen zur Verbesserung der Menschenrechtssituation entlang der Wertschöpfungs- und Lieferketten in Deutschland und weltweit beitragen. Die Bundesregierung appelliert an die unternehmerische Verantwortung und formuliert die klare Erwartung an Unternehmen, ihre menschenrechtliche Sorgfaltspflicht zu erfüllen.
Die Studie beruht neben der Literaturanalyse auf Interviews mit Experten und Expertinnen der Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Wissenschaft sowie einem intensiven Austausch mit FONAP-Mitgliedern und Vorstand. Die Studie „Menschenrechte in der Palmöl-Wertschöpfungskette“ ist seit heute öffentlich abrufbar unter folgendem Link.
Das Forum Nachhaltiges Palmöl (FONAP) ist eine Multi-Akteurs-Partnerschaft, die aus etwa 50 deutschen Unternehmen, Verbänden, Nichtregierungsorganisationen und der Bundesregierung besteht. Das FONAP Sekretariat wird im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH gestellt und umgesetzt. Ziel des FONAP e.V. ist es, dass in Deutschland zu 100 Prozent nachhaltig-zertifiziertes Palmöl verwendet wird. Die Mitglieder des Forums haben eine entsprechende Selbstverpflichtung abgegeben. Ein weiteres Ziel des FONAP ist es, die anerkannten Zertifizierungssysteme weiter zu verbessern und die Nutzung von zertifiziertem Palmöl sowohl national als auch international zu erhöhen.
Das Deutsche Institut für Menschenrechte ist die unabhängige Nationale Menschenrechtsinstitution Deutschlands. Es ist gemäß den Pariser Prinzipien der Vereinten Nationen akkreditiert (A-Status). Zu den Aufgaben des Instituts gehören Politikberatung, Menschenrechtsbildung, Information und Dokumentation, anwendungsorientierte Forschung zu menschenrechtlichen Themen sowie die Zusammenarbeit mit internationalen Organisationen. Es wird vom Deutschen Bundestag finanziert.
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Deutsches Institut für Menschenrechte
2. Pressesprecherin: Ute Sonnenberg
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Telefon: +49 30 259 359-453
E-Mail: sonnenberg@institut-fuer-menschenrechte.de
+++ PRESSEMITTEILUNG +++SPERRFRIST 00:01 Uhr 19.08.2020+++
Welt-Orang-Utan-Tag
Artenschutz im Palmölanbau unabdingbar!
Bonn, 19. August 2020 – Der Orang-Utan ist akut vom Aussterben bedroht. Zum Welt-Orang-Utan-Tag ruft deshalb Sascha Tischer, stellvertretender Vorstandsvorsitzender des Forum Nachhaltiges Palmöl e. V. (FONAP) dazu auf, Palmöl ausschließlich aus nachweislich nachhaltiger Produktion zu verwenden:
„Es ist richtig, dass eine der größten Gefahren für den Orang-Utan von großflächigen Rodungen in Indonesien und Malaysia ausgeht. Unter anderem werden diese Flächen dann für Palmölplantagen genutzt. Zerstörungen von schützenswerten Wäldern und anderen wertvollen Naturräumen dürfen nicht sein, denn sie bedeuten in aller Regel unwiederbringlichen Verlust. Deshalb setzen wir uns beim FONAP für zertifiziert nachhaltiges Palmöl ein und arbeiten konsequent daran mit, Nachhaltigkeitsstandards zum Erhalt der Biodiversität zu verbessern.“
Der Orang-Utan gilt als Schirmspezies unter den bedrohten Arten Südostasiens. Verliert er seinen Lebensraum, sind auch unzählige andere Pflanzen- und Tierarten betroffen, die für gesunde Ökosysteme unverzichtbar sind.
Orang-Utan Mutter mit Baby - vom Aussterben bedroht. Nur noch rund 72.000 Orang-Utans leben auf Sumatra und Borneo in freier Wildbahn |
![]() (c)FOTO: BOS_BPI |
In den letzten 75 Jahren schrumpfte die Population der wildlebenden Orang-Utans um 80 Prozent. Laut FONAP-Mitglied Borneo Orangutan Survival Deutschland e.V. (BOS) leben auf Sumatra und Borneo zusammen nur noch geschätzte 72.000 Exemplare. Sie werden damit auf der Internationalen Roten Liste gefährdeter Tier- und Pflanzenarten der Weltnaturschutzunion IUCN als akut vom Aussterben bedroht eingestuft. Die Gründe dafür sind vielfältig. Neben der Wilderei für den illegalen Tierhandel, stellt die Lebensraumzerstörung - unter anderem für den Anbau von Palmölplantagen - eine große Gefahr für diese Tiere dar.
Die vom FONAP akzeptierten Zertifizierungssysteme* untersagen Palmölanbau auf intakten Regenwaldflächen und in Torfmooren. Außerdem enthalten sie Maßnahmen zum Schutz der Biodiversität in den Palmölanbaugebieten. FONAP-Mitglieder haben sich dazu verpflichtet, ausschließlich nachhaltig-zertifiziertes Palmöl von den genannten Zertifizierungssystemen zu verwenden. FONAP-Vorstandsmitglied Nina-Maria Gaiser betont:
„Die meisten Orang-Utans leben außerhalb von Schutzgebieten in von Palmölplantagen dominierten Landschaften. Damit der Fortbestand der Art gesichert werden kann, müssen verbliebene Waldgebiete unbedingt erhalten und miteinander verbunden werden. Daher ist auch im Palmölanbau ein konsequenter Arten- und Habitatschutz unabdingbar für das Überleben des Orang-Utans. Nachhaltigkeitszertifizierungen für Palmöl arbeiten an Lösungen und können so eine wichtige Rolle zum Erhalt dieser einzigartigen Menschenaffen spielen. Jedoch ist die großflächige Umsetzung der Standards sowie die Sanktionierung von Verstößen hierfür elementar.“
Das Forum Nachhaltiges Palmöl e. V. ist ein Zusammenschluss aus rund 50 Unternehmen, Verbänden, Nichtregierungsorganisationen, dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) und dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Gefördert wird der Verein durch das BMEL über die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR). Ziel des FONAP ist es, dass in Deutschland zu 100 Prozent nachhaltig-zertifiziertes Palmöl verwendet wird. Die Mitglieder des Forums haben eine entsprechende Selbstverpflichtung abgegeben. Ein weiteres Ziel des FONAP ist es, die anerkannten Zertifizierungssysteme weiter zu verbessern und die Nutzung von zertifiziertem Palmöl sowohl national als auch international zu erhöhen.
*Round Table on Sustainable Palm Oil (RSPO), International Sustainability and Carbon Certification (ISCC), Roundtable on Sustainable Biomaterials (RSB) sowie die Rainforest Alliance (RA).
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Neue Impulse durch zweites Bundesministerium
FONAP wächst mit dem Beitritt des BMZ
Bonn, 23. Juli 2020 - Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) wird Mitglied im Forum Nachhaltiges Palmöl e. V. (FONAP). Gemeinsam mit dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) engagiert sich nun auch das BMZ und ist damit das zweite Bundesministerium im FONAP.
„Für mich ist das eine ganz besondere Nachricht. Mit dem Beitritt des BMZ vergrößern wir nicht nur unsere Sichtbarkeit und können den Dialog mit den Palmölproduzenten weiter ausbauen. Wir begrüßen vor allem, dass die Bundesregierung sich noch breiter aufstellt in unserem gemeinsamen Streben bei einer Steigerung der Nachfrage für ökologisch und sozial-verträgliches Palmöl“, sagt Almut Feller, Vorstandsvorsitzende des FONAP.
Das BMEL als Förderer des FONAP hat sich seit der Vereinsgründung des FONAP e.V. im Jahre 2015 für einen engen Kontakt mit dem BMZ eingesetzt. Für Gunther Beger, Leiter der Abteilung Grundsatzfragen, Wirtschaft, Handel, ländliche Entwicklung im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung ist der Beitritt damit eine logische Konsequenz aus der bisherigen, guten Zusammenarbeit: „Wir schätzen die Arbeit des FONAP als Multiakteurs-Plattform sehr. Unternehmen, Verbände, NGOs und die Bundesregierung vertreten durch das BMEL haben sehr viel Überzeugungsarbeit für die Vorteile von nachhaltig-zertifiziertem Palmöl geleistet. Zusammen können wir unser gemeinsames Ziel von 100 Prozent nachhaltigem Palmöl erreichen!“
Das BMZ setzt sich in seiner Arbeit verstärkt für entwaldungsfreie und nachhaltige Produktion von Agrarrohstoffen und den Dialog zwischen Konsumenten- und Produzentenländern ein. Außerdem setzt das BMZ bereits verschiedene Aktivitäten zu nachhaltigem Palmöl in Indonesien und Kolumbien um. Ein Projekt in West- Kalimantan zielt auf den Aufbau einer nachhaltigen Anbauregion, innerhalb derer nachhaltige Produktionsmethoden unterstützt und Kleinbauern in globale Lieferketten eingebunden werden - auf einem Gebiet der Größe Belgiens.
Das Bundesministerium für Landwirtschaft und Ernährung als Gründungsmitglied und Förderer des FONAP unterstreicht die Bedeutung des BMZ-Beitritts. Dr. Eva Müller, Leiterin der Abteilung Wald, Nachhaltigkeit, Nachwachsende Rohstoffe im BMEL: „Bis zum Ende dieses Jahres wollen wir erreichen, dass alle Unternehmen der relevanten Branchen in Deutschland freiwillig zu 100 Prozent nachhaltiges zertifiziertes Palmöl nutzen. Mit dem BMZ können wir noch einmal deutlich die globale Bedeutung der Palmölthematik unterstreichen. Der Beitritt des BMZ stärkt die Brücke zwischen den Unternehmen hier und den Palmölproduzenten vor Ort in den Erzeugerländern.“
Das Forum Nachhaltiges Palmöl e. V. ist ein Zusammenschluss aus Unternehmen, Verbänden, Nichtregierungsorganisationen, dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft und dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Gefördert wird der Verein durch das BMEL über die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR). Ziel des FONAP ist es, dass in Deutschland zu 100 Prozent nachhaltig-zertifiziertes Palmöl verwendet wird. Die Mitglieder des Forums haben eine entsprechende Selbstverpflichtung abgegeben. Ein weiteres Ziel des FONAP ist es, die anerkannten Zertifizierungssysteme zu verbessern und die Nutzung von zertifiziertem Palmöl sowohl national als auch international zu erhöhen.
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Pressesprecher: Oliver Ramme
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++ Pressemitteilung +++
In schwierigen Zeiten zusammenhalten
FONAP festigt seine Unterstützung für Palmöl-Kleinbauern in Malaysia
Bonn, den 09. Juli 2020 – Die Einschränkungen durch coronabedingte Ausgangssperren haben auch das FONAP-Kleinbauernprojekt in Malaysia beeinträchtigt. Nach über drei Monaten Stillstand können die Arbeiten fortgesetzt werden.
Das Forum Nachhaltiges Palmöl e.V. (FONAP) war in ständigem Austausch mit allen Beteiligten, sagt Sascha Tischer, stellvertretender FONAP-Vorsitzender: „Der Lockdown war eine schwierige Zeit für unsere Kleinbäuerinnen und Kleinbauern. Uns war immer klar, dass wir unsere Partner auch in dieser schwierigen Zeit unterstützen möchten. Deshalb ist es für uns auch eine Selbstverständlichkeit, die Förderung unseres Projekts mit den Kleinbauern zu verlängern, und zwar um die Dauer der coronabedingten Pause. Ziel ist, die ausgefallenen Schulungen bis Ende März 2021 alle nachzuholen, sofern es nicht wieder zu staatlich angeordneten Bewegungseinschränkungen kommt.“
In den Monaten März bis Juni war es wegen der Corona-Krise zu erheblichen Produktionsausfällen bei den Palmöl-Kleinbäuerinnen und -Kleinbauern in Malaysia gekommen. Mit den Projektpartnern WWF und Wild Asia werden Kleinerzeuger im Umgang mit nachhaltigeren Anbaumethoden wie dem Einsatz von organischem Dünger geschult.
Hari Arti Khalsa, der das Projekt von Seiten des WWF koordiniert, zum aktuellen Stand: „Nachdem auch Malaysia seine Kontaktbeschränkung gelockert hat, kann es nun endlich weitergehen. Die Kleinbauern und Zwischenhändler sind hoch motiviert und haben bereits Mitte Juni an einem Workshop zur Anwendung der Koltiva App zur Rückverfolgbarkeit von Waren teilgenommen. Ende Juli wird die nächste Phase des nachhaltigen Palmölanbaus auf den Pilotflächen starten. Wir haben einen klaren Fahrplan bis Ende März 2021, in dem wir die zahlreichen Projektinhalte umgesetzt bekommen.“
Schon seit Dezember 2019 unterstützen die FONAP-Mitglieder mit ihren freiwilligen Spendengeldern die zweite Phase des FONAP-Kleinbauernprojekts in der Region Perak in Malaysia.
Um die Kleinbäuerinnen und Kleinbauern zu schulen, sind Demonstrationsflächen auf Plantagen eingerichtet worden. Ein weiterer Schwerpunkt der zweiten Projektphase ist die Rückverfolgbarkeit von Palmöl entlang globaler Lieferketten bis zur Plantage. Dazu werden die Kleinbauern für die Smartphone-basierte Anwendung der PalmoilTrace – FarmGate der Firma Koltiva trainiert.
Teilnehmerin Uda Sofiah |
Arbeiten mit Biodünger auf den Demonstrationsflächen |
Das Forum Nachhaltiges Palmöl e. V. ist ein Zusammenschluss aus Unternehmen, Verbänden, Nichtregierungsorganisationen und dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL). Gefördert wird der Verein durch das BMEL über die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR). Ziel des FONAP ist es, dass in Deutschland zu 100 % nachhaltig-zertifiziertes Palmöl verwendet wird. Die Mitglieder des Forums haben eine entsprechende Selbstverpflichtung abgegeben. Ein weiteres Ziel des FONAP ist es, die anerkannten Zertifizierungssysteme zu verbessern und die Nutzung von zertifiziertem Palmöl sowohl national als auch international zu erhöhen.
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Das FONAP wächst mit Futtermittelbranche
Der Deutsche Verband Tiernahrung wird als 50. Mitglied begrüßt
Bonn, 28. April 2020 - Das Forum Nachhaltiges Palmöl e. V. (FONAP) umfasst fünfzig Mitglieder. Heute ist der Deutsche Verband Tiernahrung e. V. (DVT) dem FONAP beigetreten.
„Für mich ist das eine ganz besondere Nachricht. Mit dem DVT vervollständigen wir unseren Mitgliederkreis um die wichtige Branche der Futtermittelindustrie und damit einem bedeutenden Abnehmer von Palmöl in Deutschland. 50 Mitglieder unterstreichen, dass sich mehr und mehr nachhaltiges Palmöl am deutschen Markt durchsetzt und damit immer mehr Unternehmen in Deutschland ihre Verantwortung für Umwelt- und Klimaschutz sowie die Einhaltung von Menschenrechten erkennen,“ sagt Almut Feller, Vorstandsvorsitzende des FONAP.
Die Futtermittelindustrie ist laut der letzten FONAP-Studie zum Palmölmarkt in Deutschland aus 2018 mit rund 150.000 Tonnen der drittgrößte palmölverarbeitende Wirtschaftssektor. Der DVT vertritt als unabhängiger Wirtschaftsverband die Interessen der Unternehmen, die Futtermittel, Vormischungen und Zusatzstoffe für Nutz- und Heimtiere herstellen, lagern und damit handeln. Mit den über 280 Mitgliedern repräsentiert der Verband den überwiegenden Teil des deutschen Futtermittelmarktes.
Dr. Hermann-Josef Baaken, Sprecher der Geschäftsführung des DVT, zu den Beweggründen des Beitritts: „Als Mitglied im Forum Nachhaltiges Palmöl wollen wir den partnerschaftlichen Dialog in der Lebens- und Futtermittelkette fördern und an der Umsetzung der Ziele des FONAP mitwirken.“
Nicht alle Mitglieder des DVT verarbeiten nachhaltig-zertifiziertes Palmöl, auch wenn der Anteil in den letzten Jahren stetig gestiegen ist. Der Verband empfiehlt zur Beschleunigung des Wechsels seinen Mitgliedsunternehmen den Einsatz von nachhaltig-zertifiziertem Palmöl.
Das Forum Nachhaltiges Palmöl e. V. ist ein Zusammenschluss aus Unternehmen, Verbänden, Nichtregierungsorganisationen und dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL). Gefördert wird der Verein durch das BMEL über die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR). Ziel des FONAP ist es, dass in Deutschland zu 100 % nachhaltig-zertifiziertes Palmöl verwendet wird. Die Mitglieder des Forums haben eine entsprechende Selbstverpflichtung abgegeben. Ein weiteres Ziel des FONAP ist es, die anerkannten Zertifizierungssysteme zu verbessern und die Nutzung von zertifiziertem Palmöl sowohl national als auch international zu erhöhen.
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+++ FONAP-Pressemitteilung +++
Mit nachhaltigem Palmöl das Klima schützen
FONAP unterstützt Ziele des Weltverbrauchertags
Bonn, 13.03.2020 – Der diesjährige Weltverbrauchertag am 15.03.2020 steht ganz im Zeichen der Nachhaltigkeit. Dazu leistet das Forum Nachhaltiges Palmöl e.V. (FONAP) seit über fünf Jahren branchenübergreifend einen wichtigen Beitrag. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der CO2-Reduktion.
„Nachhaltig erzeugtes Palmöl ist Teil der Lösung für den Klimaschutz. Die neueste Studie der renommierten 2.0 LCA Consulting aus Kopenhagen besagt, dass nachhaltig angebautes Palmöl 35 % weniger CO2-Emission verursacht als konventionell angebautes Palmöl. Das FONAP treibt seit Jahren die Agenda für ökologisch und sozial verträgliche Palmölproduktion erfolgreich voran“, sagt Almut Feller, Vorstandsvorsitzende des FONAP.
Seit der Vereinsgründung im Jahre 2015 hat sich die Nachfrage von nachhaltigem, zertifiziertem Palmöl in Deutschland signifikant gesteigert. Im Lebensmittelbereich sind fast 90 Prozent erreicht.
Die vom FONAP anerkannten Zertifizierungssysteme (unter anderem der Roundtable on Sustainable Palm Oil [RSPO] oder die International Sustainability and Carbon Certification [ISCC]) berücksichtigen Umweltaspekte wie z. B. Schutz von Wäldern und Torfböden sowie den Erhalt der Artenvielfalt. Genauso die Einhaltung von Menschenrechten.
Almut Feller unterstreicht die Bedeutung des Verbrauchers beim Thema Palmöl: „Je mehr Unternehmen nachhaltig erzeugtes, zertifiziertes Palmöl nutzen, desto besser für das Klima. Ein Palmöl-Boykott hilft nicht, die Lieferkette nachhaltiger zu gestalten. Vielmehr können auch Verbraucher mit ihrem gezielten Einkauf von Produkten aus zertifiziertem Palmöl von Deutschland aus positiv auf die CO2-Bilanz einwirken. Hierfür hat das FONAP einen Einkaufsflyer erstellt, der kostenlos erhältlich ist.“
Der Weltverbrauchertag wird seit 1983 jährlich am 15. März begangen. Organisiert wird der Tag von den Mitgliedern von Consumers International. Deutscher Vertreter ist der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv). Consumers International will mit dem diesjährigen Themenschwerpunkt dazu aufrufen, dass sowohl Verbraucher als auch Unternehmen, Nachhaltigkeit zu ihrem obersten Ziel machen.
Das Forum Nachhaltiges Palmöl e.V. ist ein Zusammenschluss aus Unternehmen, Verbänden, Nichtregierungsorganisationen und dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL). Gefördert wird der Verein durch das BMEL über die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR). Ziel des FONAP ist es, dass in Deutschland zu 100% nachhaltiges, zertifiziertes Palmöl verwendet wird. Die Mitglieder des Forums haben eine entsprechende Selbstverpflichtung abgegeben. Ein weiteres Ziel des FONAP ist es, die anerkannten Zertifizierungssysteme zu verbessern und die Nutzung von zertifiziertem Palmöl sowohl national als auch international zu erhöhen.
LINK: Einkaufsflyer https://www.forumpalmoel.org/imglib/downloads/Einkaufshilfe_191220_web.pdf
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Gold, Silber, Bronze
FONAP-Mitglieder führen internationale WWF Palmöl-Scorecard an
Bonn, 20. Januar 2020 – Ferrero, EDEKA und Kaufland belegen die ersten Plätze des neuesten Palmöl-Checks (Scorecard) der Naturschutzorganisation WWF International. Die drei Spitzenreiter sind Mitglieder des Forums Nachhaltiges Palmöl e.V. (FONAP). Sascha Tischer, stellvertretender Vorstandsvorsitzender des FONAP, gratuliert den Unternehmen:
„Ferrero, EDEKA und Kaufland beteiligen sich wie die anderen FONAP-Mitglieder effektiv an der Weiterentwicklung der anerkannten Nachhaltigkeitsstandards und treiben die Agenda voran. Aus deutscher Sicht ist sehr erfreulich, dass in der internationalen WWF Palmöl-Scorecard weit oben rangierende Unternehmen allesamt Teil der FONAP-Gemeinschaft sind. Noch zu viele Unternehmen im deutschsprachigen Raum fliegen unter dem Radar und entziehen sich der Verantwortung.“
Unter die ersten fünfzehn der Scorecard schafften es insgesamt sieben FONAP-Mitglieder: Neben den drei Spitzenreitern sind dies Bahlsen, DM, REWE und Rossmann. Die aktuelle Scorecard beurteilt die Leistungen der Unternehmen aus dem Jahr 2019.
Der WWF bewertet in seinem Palmöl-Check unter anderem transparente Angaben zu Palmöl-Mengen und den Anteilen zertifizierter Ware, Anforderungen aus den Einkaufsrichtlinien, etwa zur Entwaldungsfreiheit, sowie das Engagement für die Weiterentwicklung der Zertifizierungsstandards.
„Unternehmen, die sich nachweislich für eine nachhaltigere Palmöl-Erzeugung einsetzen, verdienen Anerkennung. Denn wer sich zum Thema Palmöl öffentlich stellt und transparent agiert, steht schnell im Auge des Proteststurmes. Die aktuelle WWF Palmöl-Scorecard belegt einmal mehr, dass sich die FONAP-Mitgliedschaft für im deutschsprachigen Raum tätige und ansässige Unternehmen lohnt“, unterstreicht Sascha Tischer.
WWF International mit Sitz in London hat im aktuellen Palmöl-Check insgesamt 173 Akteure (unter anderem Einzelhändler, Lebensmittelhersteller und Futtermittelproduzenten aus aller Welt) aus der Wertschöpfungskette von Palmöl und ihr Engagement bei Einkauf und Nutzung zertifizierten Palmöls bewertet. Seit 2009 führt der WWF den Palmöl-Check alle zwei Jahre durch.
Das Forum Nachhaltiges Palmöl e.V. ist ein Zusammenschluss aus Unternehmen, Verbänden, Nichtregierungsorganisationen und dem BMEL. Gefördert wird der Verein durch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft über die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR). Ziel des FONAP ist es, 100% nachhaltig zertifiziertes Palmöl auf den deutschen Markt zu bringen. Die Mitglieder des Forums haben eine entsprechende Selbstverpflichtung abgegeben. Ein weiteres Ziel des FONAP ist es, die anerkannten Zertifizierungssysteme zu verbessern und die Nutzung von zertifiziertem Palmöl sowohl national als auch international zu erhöhen.
LINK: WWF-Scorecard 2019: https://palmoilscorecard.panda.org/check-the-scores/all
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Werben für mehr nachhaltiges Palmöl
Das FONAP präsentiert sich auf der Internationen Grünen Woche
Bonn, 14. Januar 2020 - Das Forum Nachhaltiges Palmöl e.V. (FONAP) wird sich vom 17. bis 26. Januar 2020 erstmals mit einem Informationsstand auf der Internationalen Grünen Woche (IGW) präsentieren. Der Stand befindet sich in der Halle 23a des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL). Almut Feller, FONAP-Vorstandsvorsitzende, betont: „Für uns hat die weltweit größte Verbrauchermesse rund um Ernährung und Landwirtschaft eine enorme Bedeutung. Wir möchten zusammen mit dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft die Gelegenheit nutzen, über die intensive internationale Arbeit unseres Forums für mehr Nachhaltigkeit im Palmölsektor zu informieren und aufzuklären. Dieser Rohstoff wird kritisch diskutiert, aber Boykotte sind keine Lösung!“
Fachkundiges Stand-Personal sowie Mitglieder des FONAP werden den IGW Besuchern Rede und Antwort stehen. Ein kostenloser Flyer „Besser einkaufen - Ratgeber Nachhaltiges Palmöl“ soll Interessierten Orientierung geben. Darin gibt das FONAP Einkaufstipps für nachhaltiges Palmöl.
Dr. Eva Müller, Leiterin der Abteilung „Wald, Nachhaltigkeit, Nachwachsende Rohstoffe“ im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL), unterstützt die Aktivitäten des FONAP auf der IGW: „Bis zum Ende dieses Jahres wollen wir erreichen, dass alle Unternehmen der relevanten Branchen in Deutschland freiwillig zu 100 Prozent nachhaltiges zertifiziertes Palmöl nutzen. Die Lebensmittelindustrie ist dabei mit einem Anteil von über 85 Prozent bereits Vorreiter. Andere Bereiche wie Chemie oder Futtermittel haben noch Aufholbedarf. Der FONAP-Stand wird uns helfen, die Verbraucherinnen und Verbraucher für das Thema zu sensibilisieren und Wissenslücken zu schließen.“
Kommen Sie vorbei und machen Sie sich selbst ein Bild über die Bedeutung von nachhaltigem Palmöl und wie Sie als Verbraucher selbst dazu beitragen können, dass die weltweite Palmölproduktion umwelt- und sozialverträglicher ablaufen kann.
Das FONAP teilt sich den Stand mit dem Forum Nachhaltiger Kakao und trägt den Titel „Gemeinsam für mehr Nachhaltigkeit“.
Das Forum Nachhaltiges Palmöl e.V. ist ein Zusammenschluss aus Unternehmen, Verbänden, Nicht-regierungsorganisationen und dem BMEL. Gefördert wird der Verein durch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft über die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR). Ziel des FONAP ist es, 100% nachhaltig zertifiziertes Palmöl auf den deutschen Markt zu bringen. Die derzeit 49 Mitglieder des Forums haben eine entsprechende Selbstverpflichtung abgegeben. Ein weiteres Ziel des FONAP ist es, die anerkannten Zertifizierungssysteme zu verbessern und die Nutzung von zertifiziertem Palmöl sowohl national als auch international zu erhöhen.
FLYER: „Besser einkaufen - Ratgeber Nachhaltiges Palmöl“
https://www.forumpalmoel.org/imglib/downloads/Einkaufshilfe_191220_web.pdf
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Mehr Ertrag durch nachhaltigeren Anbau - FONAP-Projekt zeigt wie
Bonn, 05. Dezember 2019 – Das Kleinbauernprojekt des Forums Nachhaltiges Palmöl e.V. (FONAP) geht in seine zweite Phase. Ausgewählte Kleinbauern in Malaysia sollen besser in die globalen Palmöllieferketten integriert werden. Damit unterstützen die im FONAP organisierten Mitglieder aktiv die Förderung von nachhaltigeren Anbaumethoden in den Ursprungsländern. Die neue Phase dauert ein Jahr und wird im Rahmen einer Kooperation des FONAP mit dem WWF Deutschland und der malaysischen Nichtregierungsorganisation Wild Asia durchgeführt.
Zum einen geht es darum, Kleinbauern im Umgang mit nachhaltigeren Anbaumethoden wie dem Einsatz von organischem Dünger zu schulen. Hierzu sollen zu Trainingszwecken Demonstrationsflächen auf Plantagen eingerichtet werden.
Zum anderen stellt die Rückverfolgbarkeit von Palmöl entlang globaler Lieferketten bis zur Plantage eine große Herausforderung dar und ist das zweite Kernthema des Projekts. Mittels einer mobilen App soll die Transparenz entlang der Lieferkette (von der Anbaufläche zur Ölmühle) vorangetrieben werden. Dafür wird die App PalmoilTrace – FarmGate der Firma Koltiva von einer Testgruppe von zertifizierten Kleinbauern und Zwischenhändlern für das Wiegen und für die Aufzeichnungen der Erntemengen eingesetzt.
„Die FONAP-Mitglieder freuen sich sehr auf die weitere Zusammenarbeit mit dem WWF und Wild Asia. Besonders vielversprechend erscheint uns die Anwendung digitaler Technologien, mit deren Hilfe wir gemeinsam einen großen Schritt nach vorne gehen. Die Digitalisierung in der Landwirtschaft ist ein bedeutendes Entwicklungsfeld“, sagt die FONAP-Vorstandsvorsitzende Almut Feller.
Der Kooperationspartner Wild Asia hat bereits mehrjährige Erfahrung in der Unterstützung von Kleinbauern in Malaysia und Indonesien. Auch wendet Wild Asia bei seiner Arbeit erfolgreich IT-Lösungen wie Cloud-Plattformen und mobile Apps an. Dr. Reza Azmi, Direktor von Wild Asia, erklärt:
„Mit der App können wir Transaktionen von zertifizierten Kleinproduzenten und Palmölhändlern aufzeichnen. Damit wird die Rückverfolgbarkeit von zertifiziertem Palmöl lückenlos. Den Gebrauch werden wir schulen, um deren Anwendung auch für eine wachsende Gruppe von Produzenten zu ermöglichen.“
Die zweite Phase des FONAP-Projekts baut auf den Erfahrungen der ersten Phase auf. Die erste Projektphase dauerte von Juli 2018 bis Juni 2019 und wurde in der Region Perak/Malaysia umgesetzt.
Ziel der ersten Projektphase war es, vor Ort Feedback zu den vier Zusatzkriterien des FONAP einzuholen und deren Anwendbarkeit und Umsetzbarkeit für Kleinbauern zu testen. Zu den Zusatzkriterien gehören:
- Stopp des Anbaus auf Torfböden und anderen Flächen mit hohem Kohlenstoffgehalt,
- Stopp der Nutzung hochgefährlicher Pestizide,
- Anwendung strenger Reduktionsziele für Treibhausgase
- und Sicherstellung, dass zertifizierte Palmölmühlen Rohware (Fresh Fruit Bunches) ausschließlich aus legalem Anbau beziehen.
„Wir ziehen eine sehr positive Bilanz für die erste Projektphase.“ sagt Ilka Petersen vom WWF Deutschland. „Wir haben mit den Kleinbauern untersucht, welche Auswirkungen es für sie hat, mit weniger Chemie zu produzieren. Auf den Pilotfarmen haben sie dabei sogar höhere Erträge erzielt.“
Das Forum Nachhaltiges Palmöl e.V. ist ein Zusammenschluss aus Unternehmen, Verbänden, Nichtregierungsorganisationen und des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL). Gefördert wird der Verein durch das BMEL über die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR). Ziel des FONAP ist es, gemeinsam tragfähige Lösungen für die Verbesserung der Praktiken im Palmölsektor zu erarbeiten. Die derzeit 51 Mitglieder des Forums Nachhaltiges Palmöl haben eine Selbstverpflichtung zur Nutzung von zu 100 Prozent zertifiziertem Palmöl abgegeben. Ein weiteres Ziel des FONAP ist es, die anerkannten Zertifizierungssysteme zu verbessern und die Nutzung von zertifiziertem Palmöl sowohl national als auch international zu erhöhen.
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