Derzeit umfasst das Forum Nachhaltiges Palmöl 51 ordentliche Mitglieder. Dazu gehören kleine, mittlere und multinationale Firmen aus den Bereichen Lebensmittel, Chemie, Wasch- und Reinigungsmittel sowie aus der Kosmetikindustrie, aber auch Nichtregierungsorganisationen, Beratungsgesellschaften, Verbände sowie die Bundesministerien für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) sowie für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).
Auf den folgenden Seiten stellen sich die Mitglieder des FONAP vor. Folgen Sie den jeweiligen Links, um mehr darüber zu erfahren, wie sich die Unternehmen für nachhaltiges Palmöl engagieren und warum sie Mitglied im Forum Nachhaltiges Palmöl geworden sind. Klicken Sie hier, um mehr über die Supporter des FONAP zu erfahren.
Die Agrarfrost GmbH & Co. KG ist einer der größten deutschen Produzenten von tiefgekühlten Kartoffelprodukten und Kartoffelsnacks. Mit ca. 700 Mitarbeitern werden an den beiden Produktionsstandorten in Aldrup und in Oschersleben jährlich ca. 500.000 t Kartoffeln zu 250.000 t Kartoffelfertigerzeugnissen verarbeitet.
Seit jeher zählt für das 1967 gegründete mittelständische Familienunternehmen die Verantwortung für Mensch und Natur zu den Grundsätzen der Unternehmenspolitik.
Weiter Informationen auf www.agrarfrost.de
Auch als Verwender von nur geringen Mengen Palmöl tragen wir eine Mitverantwortung für die Nachhaltigkeit bei der Palmölerzeugung. Aus diesem Grund beziehen wir seit 2012 ausschließlich RSPO zertifiziertes Palmöl der Materialklasse segregated. Des Weiteren ist Agrarfrost seit Jahren Mitglied der SAI Plattform und arbeitet eng mit dem Zentrum für nachhaltige Unternehmensführung (ZNU) der Universität Witten/Herdecke zusammen.
Als mitteständisches Unternehmen können wir ein so globales Thema wie die ökologischen und sozialen Bedingungen im Palmölanbau nicht allein bearbeiten. Das Forum für nachhaltiges Palmöl bietet eine geeignete Plattform gemeinsam mit Politik, NGO’s, Industrie und Handel die Probleme anzugehen und durch ein konzentriertes Engagement die bestehenden Systeme, die dem Schutz der Umwelt dienen, zu verbessern.
Elisabeth Wolken, Leiterin Qualität
Das 1912 gegründete Familienunternehmen Alfred Ritter GmbH & Co. KG ist bekannt durch die quadratische Schokoladenmarke Ritter Sport. Mit Hauptsitz im schwäbischen Waldenbuch sowie Tochtergesellschaften in weiteren internationalen Märkten beschäftigt es heute rund 1.600 Mitarbeiter. Als erster und bislang einziger großer Tafelschokoladenhersteller bezieht die Alfred Ritter GmbH & Co. KG für das gesamte Sortiment ausschließlich zertifiziert nachhaltigen Kakao. Die bunten Schokoladenquadrate der Marke Ritter Sport werden in über 100 Ländern verkauft.
Als Schokoladenhersteller und damit Verwender von Palmfett möchten wir uns unserer Verantwortung stellen. Wir setzen Palmfett für einen Teil unserer Schokoladenfüllungen ein. Bereits seit 2014 beziehen wir zertifiziertes Palmfett nach RSPO. Seit Anfang 2020 setzen wir ausschließlich RSPO zertifiziertes Palmfett nach dem segregierten Standard ein. Darüber hinaus arbeitet das Unternehmen von Beginn an mit dem Zentrum für nachhaltige Unternehmensführung (ZNU) der Universität Witten/Herdecke zusammen.
Als mitteständisches Familienunternehmen & Schokoladenhersteller arbeiten wir sehr intensiv mit unserem Hauptrohstoff Kakao. Darüber hinaus können wir ein so globales Thema wie die ökologischen und sozialen Bedingungen im Palmölanbau nicht allein bearbeiten. Das Forum für nachhaltiges Palmöl bietet eine geeignete Plattform gemeinsam mit Politik, NGO’s, Industrie und Handel die Probleme gemeinsam anzugehen um Verbesserungen im Ursprung zu unterstützen.
Georg Hoffmann
Nachhaltigkeitsmanager
Das Kosmetikunternehmen Beiersdorf AG hat seinen Sitz in Hamburg. Es erzielte 2012 einen Umsatz von 6 Mrd. Euro und ist seit Dezember 2008 im DAX gelistet. Beiersdorf hat weltweit mehr als 150 Tochtergesellschaften und führt mit NIVEA die weltweit größte Hautpflegemarke. Daneben gehören unter anderem Eucerin sowie La Prairie, Labello, 8x4 und Hansaplast zum international erfolgreichen Markenportfolio. Das Tochterunternehmen tesa SE ist einer der weltweit führenden Hersteller selbstklebender Produkt- und Systemlösungen für Industrie, Gewerbe und Konsumenten. Beiersdorf verfügt über mehr als 130 Jahre Erfahrung in der Hautpflege und zeichnet sich durch innovative und qualitativ hochwertige Produkte aus.
*Quelle: Euromonitor International Limited; nach Dachmarken in den Kategorien Gesichts-, Körper- und Handpflege; Einzelhandelsumsatz 2012.
Beiersdorf bezieht kein Palmöl zur Herstellung von Kosmetika und stellt auch keine weiterverarbeiteten Stoffe auf der Basis von Palmöl oder Palmkernöl her. Allerdings setzt Beiersdorf - wie in der Kosmetikindustrie üblich - in einer Reihe von Produkten Hilfsstoffe wie Emulgatoren und Tenside ein. Diese Hilfsstoffe werden üblicherweise auf der Basis von mineralischen und pflanzlichen Ölen wie beispielsweise Kokosnussöl, Rapsöl, Palmöl und Palmkernöl hergestellt.
Als Mitglied des RSPO (Roundtable on Sustainable Palm Oil) unterstützen wir die Förderung nachhaltiger Anbaumethoden für Palmöl. Seit 2013 kauft Beiersdorf eine dem Jahresverbrauch entsprechende Anzahl von Zertifikaten über die Plattform Greenpalm und unterstützt damit die Produktion von nachhaltig erzeugtem Palm- und Palmkernöl. Darüber hinaus setzen wir uns in enger Zusammenarbeit mit den Lieferanten für mehr Transparenz in der Lieferkette ein und arbeiten gemeinsam mit den Lieferanten daran, sukzessive auf physische Supply Chain-Modelle umzustellen und damit das sogenannte "Book and Claim"-Verfahren zu ersetzen.
Neben dem fortgesetzten Engagement im Round Table on Sustainable Palm Oil (RSPO) engagiert sich Beiersdorf seit 2013 im neugegründeten Forum für nachhaltiges Palmöl. Mit dieser Mitgliedschaft wollen wir über einen aktiven Dialog und den Erfahrungsaustausch mit anderen in der DACH-Region ansässigen Unternehmen dazu beitragen, dass auf nachhaltig zertifiziertem Palm- und Palmkernöl basierende Rohstoffe zeitnah physisch verfügbar sein werden.
Dorle Bahr
E-Mail: Dorle.Bahr@beiersdorf.com
Telefon: 040-4909-4706
Die BGLZ ist ein unabhängiges und international tätiges vielseitiges Beratungsunternehmen,spezialisiert auf Produktkettenzertifizierung verschiedenster Branchen. Jeder Mitarbeiter ist, langjährig aktiver leitender Auditor und führt zahlreiche Audits nach den Standards für RSPO, UTZ, FSC, PEFC und ISCC durch. Durch die Bündelung unserer Kompetenzen und der branchenübergreifenden Erfahrungen aus zahlreichen komplexen Audits und verschiedensten Beratungsprojekten entwickeln wir für unsere nationalen und internationalen Kunden maßgeschneiderte Konzepte und Lösungen und wirken bei der Einführung der Managementsysteme mit.
Wir führen Studien zur Nachhaltigkeit und Nutzung von Flächen durch. Verbände und Organisationen schätzen unsere Projekterfahrung. In unseren Seminaren verbinden wir theoretisches Wissen mit der praktischen Anwendung und führen Mitarbeiter an deren Aufgaben zum jeweiligen Standard heran. Als Referenten sensibilisieren wir die Teilnehmer und geben vertiefte Einblicke zum Thema der nachhaltigen Nutzung von Ressourcen.
In Seminaren, In-House-Schulungen und Beratungen zeigen wir unseren Kunden die Möglichkeiten auf, durch die Mitgliedschaft beim FONAP, ihr Statement zur Nachhaltigkeit und zum Einsatz nachhaltiger Rohstoffe unter strengeren Kriterien zu demonstrieren, Erfahrungen und Wissen einzubringen und gemeinsam mit NGO’s und Branchenvertretern proaktiv bei der Unterstützung von Smallholdern und beim Anbau nachhaltiger Rohstoffe mitzuwirken.
Als Mitglied stellen wir dem Forum Nachhaltiges Palmöl unsere Erfahrung zur Verfügung, um die Ziele des FONAP voranzutreiben.
Francisco Müller
BM Certification Deutschland ist ein unabhängiger Zertifizierer, der zum global agierenden Prüf- und Überwachungsunternehmen EXOVA/BM TRADA gehört. Mit unseren einzelnen Länderteams sind wir nah am Kunden und können schnell reagieren.
BM Certification ist eines der Unternehmen, die am Entstehungsprozess des RSPO und des Standards mitgewirkt haben. Nachdem eine erste Version stand, zog sich BM Certification zurück, da es sonst augenscheinlich zu Interessenkonflikten kommen würde. Die Entwicklung des Standards und die Durchsetzung, aber auch praktische Durchführbarkeit, lagen und liegt BM Certification am Herzen.
Das FONAP bietet eine direkte Kommunikation mit den Anwendern der RSPO Zertifizierung. Die Einführung eines – manchmal weiteren - Standards ist in vielen Unternehmen mit Herausforderungen verbunden, welche wir genau verstehen wollen. So können wir auf die Belange eingehen und die Thematik in direkten Gesprächen adressieren.
Armin Hodzic, BM Certification Deutschland GmbH
Die BÖRLIND GmbH mit Sitz in Deutschland (Calw-Altburg, Schwarzwald) ist Marktführer im Segment natürlicher Gesichtspflege und vertreibt ihre Kosmetikprodukte seit mehr als 50 Jahren ausschließlich über autorisierte Fachgeschäfte wie Parfümerien, Reformhäuser und Apotheken.
Das Familienunternehmen unterhält weltweit faire Handelsbeziehungen und unterstützt zahlreiche nachhaltige und soziale Projekte.
Zu BÖRLIND gehören die Marken ANNEMARIE BÖRLIND Natural Beauty und DADO SENS Dermacosmetics. Alle Schönheits- und Pflegeprodukte bestehen aus natürlichen, qualitativ hochwertigen Rohstoffen - vorwiegend aus ökologischem Anbau -, die auf sanfte und natürliche Weise die Funktionen der Haut unterstützen und verbessern. Bei der Herstellung wird auf den Einsatz synthetischer Parfumöle, synthetischer Wachse und biologisch schwer abbaubare und gesundheitlich bedenkliche Inhaltsstoffe wie Erdölderivate (PEGs, Paraffine) oder Silikone verzichtet. Ebenso lehnt das Unternehmen Rohstoffe ab, die vom toten Tier stammen. Die Hautverträglichkeit und Wirksamkeit der Produkte stehen an erster Stelle und sind klinisch bestätigt.
Die Börlind GmbH verwendet in einigen ihrer Produkte Palmöl-Derivate (wie z.B. Glyceryl-, Sucrose- oder Ascorbyl-Palmitate).Herbei handelt es sich um Derivate aus zertifiziertem nachhaltig erzeugtem Palmöl aus einer zertifizierten RSPO-Plantage (Roundtable on Sustainable Palm Oil).
Wir möchten das Forum in seinem Ziel unterstützen, den Anteil von segregiertem, zertifiziertem Palmöl und Palmkernöl und entsprechender Derivate im deutschen, österreichischen und Schweizer Markt signifikant zu erhöhen. Ebenso ist es unser Bestreben auch bei den Derivaten eine 100% Zertifizierung zu erreichen. Nur so können wir dazu beitragen, dass der Verbraucher guten Gewissens Produkte mit Palmöl oder Palmöl-Derivaten kaufen kann!
Silva Imken
Leiterin Unternehmenskommunikation Börlind GmbH
s.imken@boerlind.com
In einem internationalen Netzwerk an Partnerorganisationen schützt BOS Deutschland e.V. den Borneo Orang-Utan. In zwei indonesischen Rettungsstationen werden verletzte und verwaiste Tiere aufgenommen und rehabilitiert, so dass sie am Ende ihrer Ausbildung wieder ausgewildert werden können. BOS erschließt neue Schutzgebiete, in denen wildlebende Orang-Utans frei leben können und forstet zerstörte Regenwaldflächen wieder auf. Darüber hinaus betreiben wir wichtige Aufklärungs- und Öffentlichkeitsarbeit, um die Menschen für die akute Notsituation des Orang-Utans zu sensibilisieren. BOS verfolgt bei seiner Arbeit einen ganzheitlichen Ansatz, der auch die Behörden und Gemeinden vor Ort einschließt, denn nur gemeinsam ist es möglich, das Überleben des Orang-Utans nachhaltig zu sichern.
BOS macht auf die Folgen eines nicht nachhaltigen Ölpalmenanbaus für die Wälder und Artenvielfalt Indonesiens aufmerksam. Vor Ort auf Borneo retten wir in Palmölplantagen gestrandete Orang-Utans und siedeln sie in sichere Waldgebiete um. In existierenden Plantagen fördert BOS die Einhaltung von Best Management Practices zum Schutz der Orang-Utans. Außerdem schützen wir Waldgebiete auf Borneo um sie vor der Umwandlung in andere Landnutzungsformen zu bewahren.
BOS engagiert sich im FONAP, weil wir glauben, dass nachhaltige Veränderungen im Palmölsektor nur in Zusammenarbeit mit allen beteiligten Akteuren stattfinden können.
Insbesondere beim effektiven Biodiversitäts- und Habitatsschutz sieht BOS bei existierenden Zertifizierungssystemen wie dem RSPO noch Verbesserungsbedarf. Hierfür setzen wir uns aktiv ein und suchen den Dialog mit Entscheidungsträgern auf allen Ebenen. BOS begrüßt daher die Initiative der FONAP-Mitglieder sich ihrer Verantwortung für mehr Nachhaltigkeit zu stellen und sich für strengere Kriterien bei der Palmölproduktion zu verpflichten.
Unser Ziel ist es, dass langfristig alle Prinzipien und Kriterien für nachhaltigen Palmölanbau den Naturschutzbestimmungen entsprechen, insbesondere beim Orang-Utan-Schutz.
Daniel Merdes
Nina-Maria Gaiser
Zentrale Ziele des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) sind die Lebensmittelsicherheit, Förderung der gesunden Ernährung, Schaffung positiver Rahmenbedingungen für Land- und Forstwirtschaft sowie den Fischereisektor und Klarheit für den Verbraucher. Für diese Aufgaben engagieren sich an den Standorten Bonn und Berlin ca. 1000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit ganz verschiedenen Fachkenntnissen sowie Kolleginnen und Kollegen in den Einrichtungen des nachgeordneten Geschäftsbereichs.
BMEL gehört zu den Mitinitiatoren des "Forums Nachhaltiges Palmöl". Nachwachsende Rohstoffe werden mit dem Ziel einer nachhaltigen, rohstoff- und ressourceneffizienten Bereitstellung durch die Land-, Forst- und Fischereiwirtschaft im speziellen und einer wissensbasierten Bioökonomie im allgemeinen durch das BMEL gefördert. Palm(kern)öl ist für die Lebens- Futtermittel- und Konsumgüterindustrie ein essentieller nachwachsender Rohstoff und das effizienteste Pflanzenöl pro Hektar. Im Rahmen einer nachhaltigen Erzeugung setzt sich BMEL auch für die Berücksichtigung der Belange der Erzeugerländer ein, denn nur zusammen mit ihnen ist Nachhaltigkeit im Palmölsektor erreichbar.
Die komplexe Situation im Palmölsektor macht eine gemeinsame Herangehensweise aller betroffenen Akteure erforderlich. Deutschland als einem der größten Palmölverarbeiter weltweit kommt hierbei eine besondere Verantwortung zu. Das BMEL unterstützt daher den Multi-Stakeholder-Ansatz des "Forums Nachhaltiges Palmöl" und die enge Zusammenarbeit mit den Erzeugerländern.
Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) ist innerhalb der Bundesregierung für die deutsche Entwicklungspolitik zuständig. Den Rahmen für unser Handeln bilden die Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) der Vereinten Nationen sowie das Pariser Klimaabkommen. Wichtige Ziele des BMZ sind die weltweite Verwirklichung der Menschenrechte, die Bekämpfung von Hunger und Armut, der Schutz des Klimas und der Artenvielfalt, die Erreichung von Geschlechter-Gleichstellung, die Umsetzung fairer Lieferketten, die Förderung der Digitalisierung und des Technologietransfers sowie die Stärkung von Privatinvestitionen zur Förderung einer nachhaltigen Entwicklung weltweit.
Bereits seit vielen Jahren begleitet das BMZ die Entwicklungen im Palmölsektor und setzt sich für die Förderung von nachhaltigen Palmöllieferketten ein. Da die EU der drittgrößte Importeur von Palmöl ist, kommt Deutschland hier auch eine besondere Verantwortung zu. Dabei hat besonders der Erhalt der Wälder für das BMZ Priorität, wie auch das Engagement gemeinsam mit den Partnerländern, dem Privatsektor und der Zivilgesellschaft zeigt. Konkret setzt das BMZ in seinen Partnerländern Projekte zur Förderung von nachhaltigem Palmöl um. Dabei geht es u.a. um Einkommens- und Produktivitätssteigerung von Kleinbäuerinnen und Kleinbauern, nachhaltige Anbaumethoden, Schutz der Wälder und der Biodiversität (auch auf Landschaftsebene), die Stärkung der Rechte von indigenen Gruppen und Rückverfolgbarkeit.
Um die komplexen Herausforderungen entlang der Palmöllieferkette erfolgreich anzugehen ist es wichtig, dass alle relevanten Stakeholder zusammenarbeiten. Dazu gehören neben verpflichtenden Maßnahmen für alle auch freiwillige Zusammenschlüsse wie das FONAP, in dem sich das BMZ seit 2020 engagiert.
Felicitas Röhrig
Der BDSI vertritt die wirtschaftlichen Interessen der überwiegend mittelständischen Unternehmen der deutschen Süßwarenindustrie. Er ist sowohl Wirtschafts- als auch Arbeitgeberverband. Zum BDSI zählen über 200 Mitgliedsunternehmen, die rund 90 % des Wertes der Süßwarenproduktion in Deutschland repräsentieren. Zum BDSI gehören die Produktbereiche Schokoladewaren, Feine Backwaren, Bonbons und Zuckerwaren, Knabberartikel, Markeneis, Kaugummi und Rohmassen. Als Verarbeiter landwirtschaftlicher Produkte trägt die deutsche Süßwarenindustrie auch maßgeblich zur Förderung der Agrarwirtschaft bei.
Bereits im Jahr 2010 forderte der BDSI eine Ausweitung des nachhaltigen Palmölanbaus. Die Mitgliedsunternehmen des BDSI förderten diese Entwicklung durch eine kontinuierliche Erhöhung des Bezugs von nachhaltig erzeugtem zertifizierten Palmöl nach dem Standard des RSPO. Gerade in der Anfangszeit unterstützte der Verband die Unternehmen durch Informationsveranstaltungen rund um das Thema Zertifizierung. Im Jahr 2017 betrug der Bezug von nachhaltig erzeugtem zertifizierten Palmöl in den in Deutschland verkauften Süßwaren bereits 89 %.
Der BDSI ist überzeugt, dass der Einsatz von zertifiziertem Palmöl der richtige Weg ist, um eine nachhaltige Landwirtschaft in den Produzentenländern zu fördern. Mit seiner Mitgliedschaft im Forum Nachhaltiges Palmöl unterstützt der BDSI das Ziel, in Deutschland vollständig auf den Bezug von nachhaltig erzeugtem zertifizierten Palmöl umzustellen. Gleichzeitig möchte sich der BDSI mit dem Forum Nachhaltiges Palmöl für eine stärkere Akzeptanz dieses wertvollen tropischen Rohstoffes einsetzen.
Dr. Torben Erbrath, Geschäftsführer BDSI
Die BVE ist der wirtschaftspolitische Spitzenverband der deutschen Ernährungsindustrie. Sie vertritt seit mehr als 60 Jahren die branchenübergreifenden Interessen gegenüber Politik, Verwaltung, Medien, Öffentlichkeit und Marktpartnern.
Die in der Ernährungsindustrie eingesetzten Rohstoffe müssen neben preislichen und qualitativen Anforderungen auch hohen ökologischen und ethischen Kriterien entsprechen. Die BVE setzt sich deshalb für eine nachhaltigere Erzeugung von Palmöl ein und unterstützt das Engagement der Branche für mehr Nachhaltigkeit im Palmölsektor.
Olivier Kölsch
Chocoladefabriken Lindt & Sprüngli GmbH in Aachen ist eine Tochtergesellschaft und gleichzeitig ein Produktionsstandort der Lindt & Sprüngli Gruppe mit Hauptsitz in Kilchberg/ZH (Schweiz). Seit über 175 Jahren verzaubert Lindt & Sprüngli die Welt mit Schokolade. Die Lindt & Sprüngli Gruppe ist weltweit führend im Bereich der Premium-Schokolade. Qualitätsschokolade von Lindt & Sprüngli wird an 11 eigenen Produktionsstandorten in Europa und in den USA hergestellt. Die Produkte werden von 31 Tochtergesellschaften und Niederlassungen, in rund 500 eigenen Geschäften sowie über ein Netzwerk von über 100 unabhängigen Distributoren rund um den Globus vertrieben.
Weitere Informationen auf: www.lindt-spruengli.com
Auch wenn wir ein vergleichsweise kleiner Abnehmer von Palmöl sind, sind wir uns den Auswirkungen eines unkontrollierten Anbaus von Ölpalmen bewusst und steuern diesem Problem entgegen. Wir setzen uns für eine nachhaltige Palmölproduktion ein und bekennen uns zum Einsatz von nachhaltig gewonnenem Palmöl: Seit 2011 ist Lindt & Sprüngli aktives Mitglied des 2004 auf Initiative des WWF gegründeten Runden Tischs für nachhaltiges Palmöl (RSPO) (www.rspo.org), der bis heute größten Organisation zur Gewinnung von nachhaltigem Palmöl. Wir verwenden zu 100% Palmöl und Palmkernöl, das mit dem RSPO-Nachhaltigkeitslabel zertifiziert ist.
Wir kennen die Bedenken was die Verwendung von Palmöl im Hinblick auf den Schutz der Regenwälder und der Biodiversität anbelangt. Mit der Verarbeitung von zu 100% nachhaltig gewonnenem zertifiziertem Palmöl für unsere Produkte übernehmen wir Verantwortung. Durch die Zusammenarbeit im FONAP unterstützen wir insbesondere die gemeinsamen Ziele der Mitglieder für eine nachhaltige Palmölproduktion und tragen zur Weiterentwicklung des RSPO-Standards sowie zur fundierten Aufklärung der Verbraucher*innen bei. Als Austauschplattform ermöglicht uns das FONAP, mit gleichgesinnten Unternehmen zu diesem komplexen und herausfordernden Thema im Gespräch zu sein, um gemeinsame Lösungen zu finden.
Continental Bakeries ist eine führende europäische Bäckereigruppe, die sich auf die Produktion und den Vertrieb von Gebäck, Schaumwaren, Knäckebrot, Reiswaffeln, Maiswaffeln, Knabber-Snacks und andere brotähnliche Produkte spezialisiert hat. An derzeit 13 europäischen Standorten sind unsere Backstraßen im Einsatz und produzieren am laufenden Band eine süße und herzhafte Produktvielfalt. Unsere Stärke liegt im Bereich der Produktion von Handelsmarken. Als innovativer und verantwortungsvoller Partner des Handels stehen wir für höchste Qualität, Effizienz und Nachhaltigkeit.
Allen Produktionsstätten von Continental Bakeries sind seit 2012 Mitglied des RSPO und setzten für das Produktsortiment Palm(kern)öl und Derivate ein, die aus nachhaltigem Anbau stammen. Das Ziel der Umstellung vom Handelsmodell Mass Balance auf den Standard Segregated wurde bis zum Jahresbeginn 2016 vollständig umgesetzt, so dass ausschließlich Palmöl verarbeitet wird, das aus zertifizierten Plantagen stammt. In enger Zusammenarbeit mit unseren Lieferanten streben wir einen gesamtheitlichen Ansatz zur Nachhaltigkeit an, der Rohstoffe, Energie, Verpackung, Herstellung und Transport einschließt.
Nachhaltigkeit ist ein wichtiger Eckpfeiler in der Firmenphilosophie von Continental Bakeries. Die Förderung eines nachhaltigen Anbaus unserer Rohstoffe und die Verbesserung sozialverträglicher und ökologischer Rahmenbedingungen sind Teil unseres Engagement. Daher haben wir uns entschieden, Mitglied im Forum Nachhaltiges Palmöl zu werden, um dort, gemeinsam mit anderen Mitgliedern, unsere Kräfte zu bündeln und einen aktiven Beitrag zur effektiven Verbesserung für Menschen und Umwelt zu leisten.
Andreas Reihs
Wir sind ein weltweit agierendes Zertifizierungsunternehmen.
Als ein Mitglied der Control Union World Gruppe verfügen wir innerhalb dieser Gruppe über globale Verbindungen, die es uns ermöglichen eine Vielzahl von Unternehmen entlang der Wertschöpfungsketten - von der Rohstoffgewinnung bis hin zum Endprodukt - durch regional tätige Mitarbeiter zu betreuen. Wir bieten aus einer Hand eine große Breite von Zertifizierungsprogrammen an, wobei wir uns von Beginn an auf die Zertifizerungsdienstleistungen im Nachhaltigkeitsbereich spezialisiert haben. Dies schließt die Auditierung und Zertifizierung von Unternehmen und Produkten des ökologischen Landbaus sowie der verantwortungsvollen/nachhaltigen Forstwirtschaft und der ökologischen Futterproduktion ebenso mit ein wie die nachhaltige Biomasseproduktion und -verarbeitung, die ökologische Textilverarbeitung, den Anbau und die Verarbeitung von nachhaltigem Palmöl und auch die Zertifizierung von Qualitäts- und Umweltmanagementsystemen.
Als ein überparteilich und unabhängig agierendes Unternehmen stellen wir durch sachgerecht und professionell durchgeführte Auditierung und Zertifizierung sicher, dass entlang der gesamten Wertschöpfungskette – von der Plantage bis zum Supermarkt – nur Palmöl(produkte) als nachhaltig deklariert werden, die auch tatsächlich entsprechend der Anforderungen des RSPO produziert wurden. Dabei auditieren wir risikoorientiert und achten wir auch darauf, dass die auditierten Unternehmen die Einhaltung der RSPO-Kriterien in einer Art und Weise sicher stellen , die die Komplexität der vorhandenen Prozesse widerspiegelt.
Wir arbeiten eng zusammen mit unserem Schwesterunternehmen CU-Malaysia, welches wiederum in engem Kontakt mit dem Standardgeber RSPO steht. Wir sind bemüht dem RSPO die Anforderungen und Bedürfnisse von Unternehmen, die eher am Ende der Palmöllieferkette operieren, dar zu stellen. Auf der anderen Seite ist es uns auch ein Anliegen, die von uns zertifizierten Unternehmen über aktuelle Änderungen in den Ursprungsländern sowie auch über die Vorteile der Einführung von nachhaltigen Lieferketten zu informieren
Markus Fertig: mfertig@controlunion.com
Die Dan Cake GmbH ist Teil einer skandinavischen Unternehmensgruppe von 20 Backbetrieben in ganz Europa. Als reine Vertriebsgesellschaft zeichnen wir für den Vertrieb unserer eigenen Produkte verantwortlich und vermarkten zusätzlich Handelsware in Deutschland, Österreich, sowie in der Schweiz.
Wir treiben konsequent den Einsatz von zertifiziertem Palmöl in MB und SG in unserer Produktion voran. Wir sind seit Anfang 2014 RSPO Mitglied und stehen in permanenten Austausch mit unseren Stakeholdern, um auch hier den Einsatz von zertifiziertem Öl weiter voranzutreiben.
Wir erwarten durch die Mitgliedschaft und die Mitarbeit im FONAP weitere Impulse zur Verbesserung der Palmöl Supply Chain. Der konsequente Einsatz von zertifiziertem Palmöl in der eigenen Produktion alleine reicht uns nicht. Vielmehr ist uns eine Verbesserung von Standards für den nachhaltigen Umgang mit Palmöl wichtig. Wir erhoffen uns durch die Bündelung der Interessen im Forum Synergien für eine schnellere Verbesserung dieser Prozesse.
Oliver Buhl
Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) wurde 1975 gegründet und ist ein gemeinnütziger, non-profit Umwelt- und Verbraucherschutzverband. Wir setzen uns für nachhaltige Wirtschaftsformen ein, die ökologische Belastungsgrenzen respektieren, und kämpfen für den Erhalt der biologischen Vielfalt, Klimaschutz, regenerative Energiesysteme, nachhaltige Mobilität und Abfallvermeidung. Dafür zeigen wir Handlungsbedarfe in Wirtschaft und Politik auf und bringen Lösungsvorschläge ein. Die DUH ist politisch unabhängig, gemeinnützig anerkannt, klageberechtigt und engagiert sich auf nationaler und europäischer Ebene.
Die DUH engagiert sich für den Schutz der tropischen Regenwälder und des Klimas durch den Aufbau entwaldungsfreier Lieferketten. Als Verbraucherschutzorganisation setzen wir uns, gemeinsam mit Partnern, für Transparenz, nachhaltige Beschaffung und den Dialog mit den betroffenen Branchen ein.
Den Fokus legt die DUH auf die öffentliche Beschaffung von palmölhaltigen Produkten, also die Einkäufe durch z.B. Landesbehörden, kommunale Verwaltungen, Schulen und Studentenwerke. Hier möchte die DUH gemeinsam mit den Verantwortlichen den Einsatz ausschließlich nachhaltigen Palmöls fördern – unter Verwendung möglichst hoher Standards.
Mit der Kampagne „Regenwald gehört nicht in den Tank“ machte die DUH auf die Schattenseiten der Palmöl-Herstellung aufmerksam und fordert ein Verbot des wertvollen Rohstoffs in Kraftstoffen.
Wir möchten im Rahmen des FONAP mit Unternehmen und anderen Akteuren aus den Bereichen Konsumprodukte, Handel, Bioökonomie, Lebensmittelwirtschaft und Futtermittel über eine Erhöhung des Zertifizierungsgrades, eine Verbesserung bestehender Zertifizierungssysteme und andere Rahmenbedingungen einer nachhaltigen Palmölnutzung in Dialog treten.
Karoline Kickler, Peer Cyriacks
Der Deutsche Verband Tiernahrung e.V. (DVT) vertritt als unabhängiger Wirtschaftsverband die Interessen der Unternehmen, die Futtermittel, Vormischungen und Zusatzstoffe für Nutz- und Heimtiere herstellen, lagern und damit handeln.
Der DVT begrüßt die Bemühungen zum Einsatz von nachhaltig erzeugten Rohstoffen in der Futtermittelwirtschaft und möchte die Entwicklung zu einer stärker nachhaltigen Agrarlieferkette unterstützen. In diesem Zusammenhang empfiehlt der Verband den Mitgliedsunternehmen eine Selbstverpflichtung zum Einsatz von nachhaltig-zertifiziertem Palmöl.
Als Mitglied im Forum Nachhaltiges Palmöl wollen wir den partnerschaftlichen Dialog in der Lebensmittel- und Futtermittelkette fördern und an der Umsetzung der Ziele des nachhaltig-zertifizierten Palmöls mitwirken.
Dr. Hermann-Josef Baaken, Sprecher der Geschäftsführung
Als Erfinder des Drogeriediscounts in Deutschland eröffnete Dirk Roßmann 1972 den ersten Drogeriemarkt in Hannover. Heute ist die Unternehmensgruppe ROSSMANN (Firmensitz in Burgwedel bei Hannover) mit 32.000 Mitarbeitern in Deutschland und 3.770 Filialen, davon in Deutschland 2.100 sowie 1.670 Filialen (Stand 1/2018) in Osteuropa die Nummer 2 der großen Drogerieketten Deutschlands. Mit 17.000 Drogerieartikeln, von denen 8.000 die Kernsortimente für Parfüm, Kosmetik und Pflegeprodukte führender Hersteller bilden, präsentiert ROSSMANN ein besonders umfangreiches Angebot. Des Weiteren legt ROSSMANN großen Wert auf preiswerten Fotoservice, einen hohen Anteil umweltfreundlicher Produkte und das hauseigene Qualitätsmarken-Programm. Umsatz 2017: 9 Milliarden € (Deutschland 6,4 Mrd. €).
Nachhaltiges Wirtschaften bedeutet für uns, sich ordnungsgemäß und sozial zu verhalten, wirtschaftlich erfolgreich zu sein, sich gesellschaftlich zu engagieren und verantwortungsvoll mit natürlichen Ressourcen umzugehen.
Ein Rohstoff, bei dem besonders auf die Herkunft geachtet wird, ist Palmöl. ROSSMANN ist sich als Mitglied des RSPO der Problematik bewusst, die durch die Gewinnung und Weiterverarbeitung von Palmöl, Palmkernöl sowie Derivaten aus Palmöl entsteht. Wo möglich, verzichtet das Unternehmen bei den ROSSMANN-Marken auf den Einsatz von Palmöl bzw. befindet sich ROSSMANN aktiv seit 2016 an der Umstellung.
Wo dies keine Option ist, etwa bei bestimmten Waschmitteln, Kosmetik oder Seifen, stammt der überwiegende Teil des verwendeten Palmöls aus zertifizierter Herkunft: 2017 lag der Anteil bei ROSSMANN-Marken-Artikeln bei 85 Prozent, 100 Prozent werden für 2018 anvisiert bei gleichzeitiger Erhöhung der Zertifizierungsstufe.
Der Einsatz nachhaltiger Rohstoffe hat bei ROSSMANN hohe Priorität. Daher arbeiten wir mit Nachdruck an diesem Thema, um weiterhin wo möglich nachhaltige Alternativen zu finden sowie das Bewusstsein für diese Thematik auch bei unseren Vorproduzenten und Partnern zu fördern.
Die Zielsetzungen und Verantwortungen des FONAP haben ROSSMANN bezüglich des eigenen Nachhaltigkeitsgedankens angesprochen.
Wir unterstützen die Idee, in der Gemeinschaft mit anderen Mitgliedern diese FONAP Ziele zu erreichen und über den RSPO hinaus Weiteres zu bewirken. Dies deckt sich auch mit der ROSSMANN Definition des „Nachhaltigen Wirtschaftens“: ROSSMANN verwendet den Begriff des „Nachhaltigen Wirtschaftens“, weil wir zum einen der Überzeugung sind, dass nur ein wirtschaftlich erfolgreiches Unternehmen Mittel erwirtschaftet, die es in seine ökologische, soziale sowie produkt- und mitarbeiterbezogene Unternehmensverantwortung investieren kann.
Zum anderen glauben wir daran, dass umgekehrt nur ein Unternehmen, das genau diese Verantwortungen wahrnimmt, wirtschaftlich erfolgreich sein kann.
In diesem in sich geschlossenen Verständnis spielt Nachhaltigkeit von Beginn an für das Unternehmen ROSSMANN eine wichtige Rolle. Die Thematik der Nachhaltigkeit im Palmölsektor bietet großes Potenzial auch als Händler insbesondere in Hinsicht seiner Eigenmarken etwas aktiv zu bewirken. Deswegen sind wir dabei!
dm wurde 1973 in Karlsruhe von Götz W. Werner gegründet. dm ist ein Unternehmen, das ganzheitliches unternehmerisches und soziales Denken in den Mittelpunkt stellt. Respekt vor der Individualität des Menschen und vor dem regionalen Umfeld der Märkte wurde zur Grundlage für das organische Wachstum von dm-drogerie markt. dm ist Deutschlands umsatzstärkster Drogeriemarkt mit mehr als 41.000 Mitarbeitern, insgesamt ca. 62.000 Mitarbeiter in Europa (Stand 30.09.2019).
Mit Palm-basierten Inhaltsstoffen in den dm-Marken-Produkten und deren Verknüpfung mit Nachhaltigkeit beschäftigt sich dm seit vielen Jahren. Anfang 2014 ist die Umstellung auf zertifizierte Ware erfolgt. Für die Derivate wurden im ersten Schritt Book & Claim-Zertifikate erworben, um den nachhaltigen Anbau von Ölpalmen zu fördern. Inzwischen wurde bei den Derivaten - in Zusammenarbeit mit den dm-Marken-Lieferanten - mehrheitlich auf die nächsthöhere Zertifizierungsstufe MassBalance umgestellt. Unsere Vision ist, dass auch Derivate perspektivisch mindestens mit Segregated-Zertifizierung verfügbar sind.
Wir sind Mitglied, um die Verbreitung von nachhaltigem Palmöl zu fördern sowie die sachliche und transparente Kommunikation hierzu voranzubringen. Mit dem „Forum Nachhaltiges Palmöl“ will dm außerdem erreichen, dass zukünftig auch für die Derivate eine physische Rückverfolgbarkeit auf nachhaltig bewirtschaftete Ölpalmen-Plantagen ermöglicht wird.
Der mittelständisch und genossenschaftlich geprägte EDEKA-Verbund ist mit seinen rund 3.600 selbstständigen Kaufleuten einer der führenden Lebensmitteleinzelhändler in Deutschland. Die Koordination der EDEKA-Strategie erfolgt in der Hamburger EDEKA-Zentrale. Sie steuert das nationale Warengeschäft ebenso wie die erfolgreiche Kampagne 'Wir ❤ Lebensmittel' und gibt vielfältige Impulse zur Realisierung verbundübergreifender Ziele. Mit dem Tochterunternehmen Netto Marken-Discount setzt sie darüber hinaus erfolgreiche Akzente im Discountgeschäft. Fachhandelsformate wie BUDNI oder NATURKIND, online-basierte Lieferdienste wie Picnic und das Großverbrauchergeschäft mit dem EDEKA Food Service runden das breite Leistungsspektrum des Unternehmensverbunds ab. EDEKA erzielte 2020 mit rund 11.100 Märkten und 402.000 Mitarbeiter:innen einen Umsatz von 61 Mrd. Euro. Mit rund 19.500 Auszubildenden ist EDEKA einer der führenden Ausbilder in Deutschland.
EDEKA setzt sich dafür ein, dass Palmöl nicht nur wirtschaftlich, sondern auch ökologisch und sozial verträglicher erzeugt wird. Beraten und unterstützt wird EDEKA hierbei durch den WWF als Partner für Nachhaltigkeit.
EDEKA ist Mitglied von FONAP, um die Zielsetzung, Palmöl nicht nur wirtschaftlich, sondern ökologisch und sozial verträglicher zu erzeugen, voranzutreiben und gemeinsam an der Optimierung und dem Ausbau des RSPO-Standards zu arbeiten. Gemeinsam ist es möglich, den Anteil von segregiertem, zertifiziertem Palmöl aus ökologisch und sozial nachhaltigerer Produktion im deutschsprachigen Markt signifikant zu erhöhen und möglichst schnell 100% zertifiziertes Palmöl in Deutschland verfügbar zu machen.
André Böckler, Nachhaltigkeit Marke & Produkt
Als Marktführer für Süßwaren begeistert FERRERO Deutschland Jung und Alt mit 27 beliebten Marken wie nutella, kinder Überraschung, Milch-Schnitte, duplo oder Mon Chéri. Seit jeher setzt das Unternehmen auf höchste Qualität, Innovation und Leidenschaft und trägt gemeinsam mit ca. 4.000 Mitarbeitern die traditionsreichen Werte eines Familienunternehmens weiter, in dem seit über 50 Jahren Erfolgsgeschichte geschrieben wird. Die FERRERO-Gruppe wächst seit ihrer Gründung kontinuierlich und ist heute in 53 Ländern mit Niederlassungen vertreten und mit insgesamt 22 Produktionsstätten und ca. 33.000 Mitarbeitern weltweit erfolgreich.
FERRERO hat sich von Anfang an dafür entschieden, direkt vom RSPO zertifiziertes, segregiertes Palmfruchtöl einzukaufen: Durch die Segregation ist gewährleistet, dass nachhaltiges von nicht nachhaltigem Palmfruchtöl physisch klar getrennt ist. So kann das Öl von den als nachhaltig zertifizierten Plantagen bis zur Produktionsanlage rückverfolgt werden.
SEIT JANUAR 2015 VERWENDET FERRERO WELTWEIT FÜR SEINE PRODUKTE
ZU 100% ALS NACHHALTIG ZERTIFIZIERTES, SEGREGIERTES
RSPO-PALMÖL.
Die FERRERO Palmöl-Charta und die Partnerschaft mit der NON-PROFIT-ORGANISATION TFT (“The Forest Trust”)
Die FERRERO-Gruppe hat ihr Ziel von 100% als nachhaltig zertifiziertes und segregiertes RSPO-Palmöl erreicht. Die Verantwortung der Gruppe endet damit jedoch nicht. Vielmehr setzt sie ihr Engagement mit den folgenden Zielen fort:
1. Rückverfolgbarkeit bis zur Plantage: Denn obgleich die Zertifizierung sicherstellt, dass das Palmöl von einer zertifizierten Plantage stammt, ist eine Rückverfolgung zu einer bestimmten Plantage nicht möglich;
2. Garantie, dass das von FERRERO gekaufte Palmöl nicht zur Abholzung beiträgt und Arbeiter sowie lokale Gemeinschaften - einschließlich der Kleinbauern - geschützt werden.
Zusätzlich ist FERRERO seit November 2014 Mitglied der Palm Oil Innovation Group (POIG).
POIG hat es sich zum Ziel gemacht, Innovationen im Bereich der Palmölerzeugung zu fördern und durch sehr anspruchsvolle Standards dafür zu sorgen, dass Palmöl nicht mehr in Verbindung mit Abholzung und der Verletzung der Rechte von Gemeinschaften und Arbeitern steht.
Nähere lnformationen zu unserem Engagement finden Sie hier:
FERRERO Deutschland ist Mitglied des Forums Nachhaltiges Palmöl, um die Zielsetzung, Palmöl ökologisch und sozial verträglicher herzustellen, in Zusammenarbeit mit den relevanten Partnern voranzutreiben. Gemeinsam mit den Mitgliedern ist es möglich, an der Optimierung und dem Ausbau des RSPO-Standards zu arbeiten, wie z.B. dem Stopp des Anbaus auf Torfböden, die Berichterstattung von Treibhausgasemissionen bis hin zu einer transparenten Lieferkette.
Palmöl steht in der Öffentlichkeit stark in der Kritik. Die Steigerung der Akzeptanz durch Aufklärung und positive Außenkommunikation sehen wir als eine weitere wichtige Aufgabe des Forums.
Almut Feller, Leiterin Institutional & Corporate Affairs
Die GFA Certification GmbH ist eine unabhängige Zertifizierungsorganisation im Bereich Management natürlicher Ressourcen und angeschlossener Lieferketten. Mit unserem Hauptstandort in Hamburg und zahlreichen Partnerunternehmen und Repräsentanten sind wir global tätig und greifen auf ein qualifiziertes und global vernetztes Auditoren Team zu. Wir sind überzeugt dass ein Erhalt der natürlichen Ressourcen für diese und zukünftige Generationen nur im Einklang mit einer ökologisch, sozial und ökonomisch nachhaltigen Bewirtschaftung der natürlichen Ressourcen gewährleistet werde kann. Zertifizierungssysteme wie der RSPO sind ein wichtiges Mittel dieses Ziel zu erreichen. Wir bieten Zertifizierungen in den Bereichen RSPO, FSC®, PEFC™ und Gold Standard® an.
Die GFA Certification GmbH bietet Zertifizierung im Bereich RSPO SCC weltweit an und entsendet qualifizierte Auditoren um die Betriebe gemäß der anzuwendenden Standards zu prüfen. Wir bieten interessierten Unternehmen und anderen Stakeholdern Informationen zu den Hintergründen und Wirkungen der RSPO Zertifizierung und setzen uns für die kontinuierliche Verbesserung der Zertifizierungssysteme ein.
Wir sind der Überzeugung dass Palmöl als wichtiges Rohmaterial auch in Zukunft nicht an Bedeutung verlieren wird und somit eine nachhaltige Gestaltung der Produktion von Palmöl unabdingbar ist. Zertifizierungssysteme wie der RSPO spielen hier ein wichtige Rolle. Wir wollen durch die Mitgliedschaft im FONAP einen Beitrag leisten die Produktion und den Einsatz von nachhaltig produzierten Palmöl und Palmölprodukten weiter zu fördern.
Jörn Ackermann
Griesson - de Beukelaer (GdB) zählt zu den führenden Unternehmen im europäischen Süß- und Salzgebäckmarkt und produziert jährlich rund 160.000 Tonnen an den Standorten Polch (Rheinland-Pfalz), Kempen (Nordrhein-Westfalen), Kahla (Thüringen) und Wurzen (Sachsen). GdB beschäftigt 2.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2016 einen Gesamtumsatz von 514 Mio. Euro. Zum GdB-Sortiment gehören unter anderem die bekannten Marken DeBeukelaer, Griesson, Prinzen Rolle, LEICHT&CROSS, Uncle Cracker und Wurzener.
Wir setzen auf den Einsatz von Palm(kern)öl aus nachhaltigem Anbau. Seit dem 29.03.2010 ist Griesson - de Beukelaer Mitglied des RSPO und unterstützt den Anbau und die Verwendung von RSPO-zertifiziertem Palmfett. Seit Ende 2015 setzen wir in unserer Produktion zu fast 100% RSPO-zertifiziertes Palm(kern)öl ein. Kleinstmengen (<0,5%) in z.B. Aromen oder Zusatzstoffen werden über den Kauf von Kleinbauernzertifikaten abgedeckt. Unser aktuelles Ziel ist die kontinuierliche Erhöhung des Segregation-Anteils. In 2016 betrug dieser bereits 67%.
Als verantwortungsbewusstes Unternehmen legt Griesson - de Beukelaer Wert darauf, dass die Beschaffung von Palm(kern)öl unter ökologischen und sozialverträglichen Rahmenbedingungen stattfindet. Die Einhaltung der Kriterien des RSPO ist der erste Schritt in die richtige Richtung. Zusammen mit Gleichgesinnten wollen wir über den RSPO hinausgehende Bestrebungen, wie z.B. den Stopp des Anbaus auf Torfböden, die Offenlegung und Minimierung von Treibhausgasemissionen bis hin zu einer transparenten Lieferkette, vorantreiben. Deshalb haben wir uns dem FONAP angeschlossen.
Dr. Anja Ibach, Qualitätsmanagement
Ein Familienunternehmen mit mehr als 1000 Beschäftigten. Henglein ist einer der führenden europäischen Hersteller von Kühlprodukten wie frischen Backteigen, Teigwaren und Kartoffelprodukten.
Wir verwenden nur zertifizierte Ware der Stufe RSPO Segregated. Palmfett kommt nur dort zum Einsatz wo es nicht zu substituieren ist.
Wir möchten gerne den Anbau der von uns benötigten Rohware so nachhaltig wie möglich gestalten.
Eckhard Voth
Die Henkel Wasch- und Reinigungsmittel GmbH ist für den Vertrieb der Wasch- und Reinigungsmittel von Henkel in Deutschland verantwortlich.
Henkel ist sich seiner Verantwortung beim Einkauf und Einsatz von Inhaltsstoffen auf Basis nachwachsender Rohstoffe bewusst. Dazu gehört auch Palm(kern)öl – eine wichtige Basis für großtechnisch hergestellte Tenside, die wir in unseren Produkten einsetzen.
Unsere Palmölziele bis 2020:
Deckung unseres Bedarfs zu 100 Prozent mit zertifizierten, massenbilanzierten Ölen: Das gesamte in unseren Produkten verwendete Palm(kern)öl soll bis 2020 aus nachhaltiger Bewirtschaftung entsprechend dem RSPO-Massenbilanzmodell stammen.
Vollständige Rückverfolgbarkeit: Wir wollen erreichen, dass die von uns bezogenen Palmöle, Palmkernöle und Derivate zu bekannten Quellen zurückverfolgt werden können – zunächst bis zur Ölmühle und dann bis zur Plantage.
Erhöhung der Verfügbarkeit von nachhaltigem Palm(kern)öl um die Menge, die dem Bedarf von Henkel entspricht: Wir wollen die Verfügbarkeit auf dem Markt durch Kooperationsprojekte erhöhen, die es Kleinbauern ermöglichen, ihre Ernten als nachhaltig zertifizieren zu lassen, ihre Produktivität zu steigern und ihre Existenzgrundlage zu verbessern.
Wir wollen in Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen und den Zivilgesellschaften die Nachhaltigkeit der Palmölwirtschaft weiter verbessern und für eine stärkere Akzeptanz und Transparenz sorgen, insbesondere bei den komplexeren Lieferketten.
Im Rahmen von FONAP wollen wir ein grundlegendes Verständnis für die unterschiedlichen Geschwindigkeiten der Sektoren bei der Transformation der Märkte aufbauen und dementsprechend in die Standards einfließen lassen.
Christine Schneider, Senior Manager Global Sustainability
International Sustainability and Carbon Certification (ISCC) ist ein Zertifizierungssystem, das weltweit für alle nachhaltigen Rohstoffe, einschließlich land- und forstwirtschaftlicher Biomasse, recycelter Materialien und erneuerbarer Energien, angewendet werden kann. Mit derzeit über 4.500 gültigen Zertifikaten in mehr als 100 Ländern gehört ISCC zu den weltweit größten Zertifizierungssystemen. ISCC wurde 2010 als Multi-Stakeholder-Organisation gegründet und wird seitdem von einem Verein geleitet. Aktuell gehören über 160 Mitglieder dem ISCC-Verein an, darunter auch Forschungsinstitute und NGO’s (Stand Februar 2020).
Eine ISCC-Zertifizierung garantiert nicht nur die Einhaltung ökologischer und sozialer Kriterien beim Anbau von Agrarrohstoffen, sondern auch die Rückverfolgbarkeit nachhaltiger Rohstoffe entlang der Lieferkette. ISCC-zertifizierte Rohstoffe werden im Lebens-, Futtermittel- und Energiesektor, in der Kosmetikindustrie, sowie in der chemischen Industrie (z.B. in Plastikverpackungen aus nachwachsenden Rohstoffen) verwendet.
SCC setzt sich für den Erhalt von Regenwäldern, kohlenstoffreichen Gebieten, sowie Arealen mit hoher Artenvielfalt ein. Darüber hinaus stellt eine ISCC-Zertifizierung hohe Anforderungen an die umwelt- und sozialverträgliche Produktion von Agrarrohstoffen. Landnutzungsänderungen seit 2008 sind unter ISCC nicht erlaubt und können nicht durch Aufforstung oder andere Maßnahmen kompensiert, bzw. entschädigt werden. Standortbezogene Audits und Zertifikate ermöglichen die vollständige Rückverfolgbarkeit entlang der Lieferkette.
Im Jahr 2019 wurden über 30 Millionen Tonnen Palmfrüchte nach dem ISCC-Standard zertifiziert. Die unabhängige Zertifizierung des Palmöls erhöht die Glaubwürdigkeit von Nachhaltigkeitsaussagen und die Transparenz bzgl. der erfüllten Kriterien – nicht nur gegenüber Geschäftskunden, sondern ebenfalls gegenüber Endkonsumenten.
Mit einer ISCC-Zertifizierung werden automatisch die FONAP-Zusatzkriterien „Stopp des Anbaus auf Torfböden und anderen Flächen mit hohem Kohlenstoffgehalt“, „Anwendung strenger Reduktionsziele für Treibhausgase“ sowie „ausschließliche Verwendung von Ölpalmfrüchten aus legalem Anbau“ erfüllt.
ISCC unterstützt eine konsequent nachhaltige Entwicklung des Palmölsektors und engagiert sich für die Etablierung eines umwelt- und sozialverträglichen Anbaus von Ölpalmen. Das Forum für Nachhaltiges Palmöl (FONAP) ist eine wichtige Austauschplattform und bietet ISCC die Möglichkeit, aktiv am Stakeholderdialog zur Produktion und Beschaffung von nachhaltig zertifiziertem Palmöl teilzunehmen. Darüber hinaus möchte ISCC sicherstellen, dass ISCC-zertifizierte Unternehmen die Anforderungen verschiedener Märkte erfüllen, bspw. die FONAP-Kriterien.
Andreas Feige
Benedetta Pompetzki
ISCC e.V.
Kaufland ist ein international tätiges Einzelhandelsunternehmen mit rund 1.300 Märkten und rund 132.000 Mitarbeitern in acht Ländern. Ob in Deutschland, Polen, Tschechien, Rumänien, der Slowakei, Bulgarien, Kroatien oder der Republik Moldau, überall steht Kaufland für hohe Qualität, große Auswahl, günstige Preise und einen einfachen Einkauf.
Bundesweit betreibt Kaufland rund 670 Märkten und beschäftigt rund 72.000 Mitarbeiter. Mit durchschnittlich 30.000 Artikeln bietet das Unternehmen ein großes Sortiment an Lebensmitteln und alles für den täglichen Bedarf. Dabei liegt der Fokus auf den Frischeabteilungen Obst und Gemüse, Molkereiprodukten sowie Fleisch, Wurst, Käse und Fisch.
Das Unternehmen ist Teil der Schwarz Gruppe, die zu den führenden Unternehmen im Lebensmitteleinzelhandel in Deutschland und Europa gehört. Kaufland hat seinen Sitz in Neckarsulm, Baden-Württemberg.
Kaufland übernimmt Verantwortung für Mensch, Tier und Umwelt. In den Zielen und Prozessen von Kaufland ist das Engagement im Bereich Nachhaltigkeit (CSR) tief verankert. Die nachhaltige Gestaltung des Sortiments steht dabei besonders im Fokus. Unser Ziel ist es, den Einsatz von nachhaltig produziertem Palmöl voranzutreiben und positive Veränderungen mitgestalten zu können. Um die Produktions- und Arbeitsbedingungen in den Herkunftsländern von Palmöl zu verbessern, bedraf es einer langfristigen Zusammenarbeit aller an der Lieferkette beteililgten Akteure.
Deshalb ist Kaufland seit 2012 Mitglied im RSPO, seit 2013 im Forum Nachhaltiges Palmöl sowie Gründungmitglied des Vereins FONAP. Denn neben der Einhaltung der Selbstverpflichtung, steht es bei diesem Engagement für Kaufland im Vordergrund, in den Dialog mit anderen Industriepartnern zu treten, diese für die Bedeutung einer nachhaltigen Produktion zu sensibilisieren und so Lösungswege zu finden.
Als eines der wichtigsten Pflanzenöle kommt Palmöl in zahlreichen Lebensmitteln und Produkten des täglichen Bedarfs zum Einsatz. Die Gewinnung von Palmöl bringt in den Anbauländern jedoch immer wieder untragbare ökologische und soziale Bedingungen mit sich. Das FONAP ermöglicht uns einen Austausch und ein gemeinsames Hinwirken auf bessere Bedingungen gemeinsam mit anderen Akteuren der Lieferkette, um so den Herausforderungen entgegenzutreten und dauerhaft auf positive Veränderungen hinzuarbeiten.
Viktoria Kary
Im Laufe seines Lebens hat Sebastian Kneipp das Wissen über die heilende Wirkung von Wasser und Heilpflanzen zu einer ganzheitlichen Philosophie ausgebaut, die den Menschen, seine Lebensgewohnheiten und die natürliche Umwelt untrennbar als Einheit betrachtet.
Bis heute basieren die Kneipp Produkte auf den Erkenntnissen von Sebastian Kneipp. Die Kneipp Experten sorgen dafür, dass die inzwischen 125-jährige Naturkompetenz im Heute ankommt: Naturheilkundliches Fachwissen und pharmazeutische Erfahrung, modernste Produktionsverfahren und sorgfältige wissenschaftliche Kontrollen bürgen für die seit Generationen bewährte Qualität der Kneipp Produkte.
Palmöl und Palmkernöl setzt Kneipp nicht ein. Auf Derivate, die auf Palmkernöl basieren, können wir jedoch leider nicht in allen Fällen verzichten: Tenside oder Emulgatoren sind in der Kosmetikherstellung beispielsweise unerlässlich.
Als Mitglied im Forum Nachhaltiges Palmöl (FONAP) haben wir uns dazu verpflichtet, mindestens 25 Prozent nach dem Mass Balance-Modell zertifizierte Palmöl-Derivate zu verwenden. Diese Anteile werden wir nach einem von FONAP vorgegebenen Stufenplan kontinuierlich weiter auszubauen, sodass wir spätestens 2020 alle Palmöl-Derivate als Mass-Balance-zertifizierte Ware einsetzen. Bis dahin decken wir den restlichen Teil der Palmöl-Derivate über Zertifikate ab, mit deren Hilfe der nachhaltigere Anbau von Ölpalmen unterstützt wird.
Im Rahmen einer Kooperation mit dem WWF stehen wir außerdem im fachlichen Austausch mit Experten zu verschiedenen Nachhaltigkeitsthemen, darunter auch der Ausbau nachhaltig produzierten Palmöls.
Nachhaltigkeit ist seit Jahren fester Bestandteil der Kneipp Unternehmensstrategie. Das betrifft zunächst die Herstellung unserer Produkte – darüber hinaus geht es dabei um Verantwortung unserem natürlichen Umfeld gegenüber. Eine Verantwortung, die auch das Thema Palmöl mit einschließt.
Der immense Palmölbedarf für eine unüberschaubar große Zahl von Produkten des täglichen Bedarfs führt dazu, dass in großem Stil tropische Wälder für Palmölplantagen gerodet werden. Damit diese Mengen an Palmöl künftig nachhaltig produziert werden können, müssen alle Beteiligten gemeinsam an einem Strang ziehen. Das Forum Nachhaltiges Palmöl bietet uns eine Plattform, die Anstrengungen von NGOs und Unternehmen zu bündeln und ihnen damit mehr Gewicht zu verleihen.
Die Kuchenmeister GmbH ist ein deutscher Hersteller feiner Backwaren mit Sitz in Soest. Seit der Gründung einer kleinen Handwerks-Bäckerei im Jahr 1884 entwickelte sich das Familienunternehmen bis heute zu einem der internationalen Marktführer.
Unsere ca. 1.000 Mitarbeiter stellen Backwaren in der Bandbreite zwischen Stollen und Tortenböden, Rodon und Sachertorte, Milchbrötchen und Baumkuchen her. Unsere Produkte liefern wir in insgesamt 80 Länder dieser Welt, wobei der Export 35 % zum Unternehmensumsatz beisteuert. Weiter Informationen finden Sie unter www.kuchenmeister.de.
Zum Jahreswechsel 2009/2010 haben wir im Hause Kuchenmeister begonnen Nachhaltigkeitsarbeit in ein strukturiertes, das gesamte Unternehmen einbindendes System zu integrieren, welches der gesamten Bandbreite relevanter Themen Raum bietet. Bereits zwei Jahre später wurde unsere Nachhaltigkeitsarbeit zertifiziert. Wir belegten in einem umfangreichen Audit des TÜV Rheinland, dass wir den hohen Anforderungen des ‚ZNU-Standard Nachhaltiger Wirtschaften Food‘ -Zentrum für Nachhaltige Unternehmensführung, Universität Witten - entsprechen.
Im Zuge seiner Nachhaltigkeitsarbeit setzt sich die Kuchenmeister GmbH konsequent für zertifiziertes Palmöl ein. Seit Anfang 2012 verarbeiten wir reines Palmöl ausschließlich im Standard ‚Segregated‘. Umgestellt wurden zugleich auch Derivate und Fraktionen soweit dies für unsere Lieferanten möglich ist. Diesen Umstellungsprozess wollen wir im Jahr 2014 abschließen. Der konsequente Weg zum Einsatz nachhaltigen Palmöls hat für Kuchenmeister zu einem ausgezeichneten Ergebnis im ‚2013 Palm Oil Buyers Scorecard‘ des WWF geführt.
Darüber hinaus ist uns gesellschaftspolitisches Engagement wichtig. Zu Palmöl setzen wir dieses in unserer Arbeit im ‚Forum Nachhaltiges Palmöl‘ um.
Das Arbeiten mit nachhaltigem Palmöl hat zwei wesentliche Aspekte. Zum einen bedeutet dies den konsequenten Einsatz zertifizierten Palmöls im eigenen Unternehmen. Zum anderen sind wir uns dessen bewusst, dass dies allein die signifikanten Probleme dieses Rohstoffes nicht lösen kann. Dies bedeutet für uns, dass wir versuchen den uns möglichen Einfluss auf die weitere Verbesserung des Palmölanbaus wahrzunehmen. Eine flächendeckende Substitution von Palmöl ist für uns kein Weg, denn nur wenn wir weiter Palmöl einsetzen - das sich durch besondere Backeigenschaften auszeichnet -, können wir Einfluss am Ursprung des Palmfettes nehmen. Als Einzelstimme erhält ein Unternehmen im Gesamtverbund des RSPO jedoch nur schwerlich Gehör. Als Zusammenschluss im FONAP hat die Stimme eines jeden Mitgliedsunternehmens ein Gewicht, das in der gemeinsamen Interessenvertretung zum Tragen kommt.
Die geplante Zusammenarbeit in Mitgliederversammlung und Arbeitskreisen kann sich zu einem weiteren Mehrwert für alle Mitglieder entwickeln.
Manuela Mewes, Nachhaltigkeitsmanagerin
Das Handelsunternehmen Lidl gehört als Teil der Unternehmensgruppe Schwarz mit Sitz in Neckarsulm zu den führenden Unternehmen im Lebensmitteleinzelhandel in Deutschland und Europa. Aktuell betreibt Lidl rund 11.200 Filialen in derzeit 29 Ländern weltweit. In Deutschland sorgen über 88.000 Mitarbeiter in über 3.200 Filialen täglich für die Zufriedenheit der Kunden. Dynamik in der täglichen Umsetzung, Leistungsstärke im Ergebnis und Fairness im Umgang miteinander kennzeichnen das Arbeiten bei Lidl. Seit 2008 bietet der Lidl-Onlineshop Non-Food-Produkte von Lidl-Eigenmarken und Marken aus verschiedenen Kategorien und Preissegmenten, Weine und Spirituosen sowie Reisen und weitere Sevices an. Als Discounter legt Lidl WErt auf ein optimales Preis-Leistungsverhältnis für seine Kunden. Einfachheit und Prozessorientierung bestimmen das tägliche Handeln. Dabei übernimmt Lidl Verantwortung für Gesellschaft und Umwelt und fokussiert sich im Bereich Nachhaltigkeit auf fünf Handlungsfelder: Sortiment, Mitarbeiter, Umwelt, Gesellschaft und Geschäftpartner. Lidl hat im Geschäftjahr 2019 einen Umsatz in Höhe von 89 Mrd. Euro erwitschaftet, davon 22,7 Mrd Euro Lidl in Deutschland. Mehr Informationen zu Lidl in Deutschland im Internet auf lidl.de.
Lidl Deutschland setzt seit 2018 bei palm(kern)ölhaltigen Eigenmarkenlebensmitteln aussschließlich segregiertes Palm(kern)öl ein. Bei nicht essbaren Eigenmarkenartikeln haben wir seit 2018 auf das Zertifizierungsmodell MAss Balance des RSPO umgestellt, soweit dies technisch möglich war und die zertifizierten Warenströme in dem benötigten Maße belastbar zur Verfügung standen.
Verbraucher erwarten höhere Standards beim Anabu von Agrarerzeugnissen wie Palm(kern)öl.
Dieser Anforderung stellen wir uns und haben den Willen, diese zu realisieren.
Glaubwürdigkeit und Emsetzbarkeit sind für Lidl Deutschland auf diesem Weg die entscheidende Handlungsmaxime.
Herr Christof Mross, Geschäftführer Einkauf Food Lidl Deutschland
Die LOGOCOS Naturkosmetik GmbH & Co. KG hat ihren Sitz im niedersächsischen Salzhemmendorf und wurde bereits 1978 als "Lorien Goods" gegründet. Heute ist daraus eines der Top-3-Unternehmen der deutschen Naturkosmetik-Branche geworden und die Marken LOGONA, SANTE, Heliotrop und Fitne zählen mit zu den erfolgreichsten in der natürlichen Pflege. Sie alle stehen gleichermaßen für Tradition und Innovation. Alle Naturkosmetik-Produkte aus dem Hause LOGOCOS werden nach strengen Qualitäts-Kriterien entwickelt und produziert. Neben der sorgfältigen Auswahl der eingesetzten Rohstoffe spielt die ökologische Verträglichkeit jedes Produkts, also umwelt- und ressourcenschonende Herstellungsverfahren, die optimale Abbaubarkeit von Rohstoffen und Fertigprodukten sowie der sparsame Einsatz von recycelbaren Verpackungsmaterialien, eine wichtige Rolle. Die LOGOCOS ist nach dem Umweltmanagementsystem ISO 14001 und EMAS III zertifiziert. Zusätzlich liegt für das Unternehmen eine Zertifizierung nach der Kosmetik-GMP (Gute Herstellungspraxis, wörtlich: Good Manufacturing Practice), der ISO22716:2007 vor.
Für alle LOGOCOS-Produkte wird ausschließlich biologisch angebautes, von Ecocert zertifiziertes Palmöl eingesetzt. Die dafür genutzten Ölbaumplantagen unterliegen einer geplanten Wiederaufforstung, die kritisierte Abholzung von Regenwäldern findet bei diesem Projekt nicht statt.
Mit unserer Mitgliedschaft möchten wir über einen aktiven Dialog und den Erfahrungsaustausch mit anderen Unternehmen dazu beitragen, dass nachhaltig zertifizierte Rohstoffe wie Palm- und Palmkernöl künftig in ausreichendem Maß verfügbar sein werden. Außerdem möchten wir die Nachhaltigkeit der Palmölwirtschaft gemeinsam weiter verbessern. Wir möchten darüber hinaus auch die aus Palmöl hergestellten Derivate thematisieren. Hier kann ein Unternehmen allein nur bedingt Einfluss auf die Öllieferanten nehmen und wir erhoffen uns gerade hier eine Verbesserung durch die Zusammenarbeit mit dem Forum und seinen Mitgliedern
Yelda Torun, Marketingleitung LOGOCOS Naturkosmetik GmbH & Co. KG
Nölken Hygiene Products ist als Private-Label-Hersteller spezialisiert auf Feuchttücher, Stilleinlagen und kosmetische Pflegeprodukte. Unsere Kunden sind multinationale Handels- und Industrieunternehmen. Der Name Nölken steht seit über 30 Jahren für höchste Qualität bei Hygieneprodukten. In zweiter Generation führen Ulrich Daniel Nölken und Ernst Markus Nölken das Familienunternehmen, das sowohl in Deutschland wie auch international erfolgreich agiert. Die langjährige Erfahrung, innovative Ideen und Kundenwünsche ergänzen sich optimal. Unsere Kundennähe ist verbunden mit bestem Service, innovativer Technologie, flexiblen Lösungen und Nachhaltigkeit. Das sind die Bausteine unseres Erfolgs.
Das integrierte Managementsystem (IMS) umfasst die Bereiche Qualitätssicherung, Umweltschutz und Arbeitssicherheit. Es entspricht den Anforderungen der DIN EN ISO 22716:2008 für die Herstellung kosmetischer Mittel, der Qualitätsmanagementnorm DIN EN ISO 9001:2015 und der Umweltmanagementnorm DIN EN ISO 14001:2015. Zudem sind die Proezesse auch nach dem Standard IFS HPC zertifiziert.
Im Geschäftsjahr 2019 erwirtschaftete das Unternehmen 81,5 Millionen Euro Umsatz. An den zwei Produktionsstandorten in Windhagen und Nowogrodziec, Polen, sind rund 400 Mitarbeitende beschäftigt.
Nölken Hygiene Products betreibt seit 2011 ein systematisches Nachhaltigkeitsmanagement mit einer eigens dafür geschaffenen Stabsstelle. Das mittelständische Unternehmen ist Mitglied im Nachhaltigkeitsprogramm der Vereinten Nationen (United Nations Global Compact) und engagiert sich weit über das gesetzliche Maß hinaus für die Gesellschaft und den Umweltschutz. Weiterführende Informationen über Nölken Hygiene Products und unserem Nachhaltigkeitsprogramm finden Sie auf http://www.noelken.eu und http://www.noelken.eu/nachhaltigkeit.html
Nölken Hygiene Products kauft für seine Produkte weder Palmöl noch Palmkernöl direkt ein. Eingesetzt werden jedoch Veredelungsprodukte (Derivate) des Palmkernöls. Bereits seit 2013 erhebt Nölken die Mengen der eingesetzten Palm(kern)öl-Derivate und überwacht seine Lieferanten. Die beiden Produktionsstandorte wurden 2017 gemäß dem Lieferkettenstandard des Roundtable on Sustainable Palmoil (RSPO) zertifiziert. Wir setzen bereits zu über 95 Prozent auf MB-Qualität, wodurch wir alle Produkte mit dem MB-Zertifikat auszeichnen dürfen. Den verbleibenden Rest von 48 Tonnen (5%) decken wir mit dem Book & Claim Zertifikatesystem ab.
Nachhaltigkeit ist bei Nölken Hygiene Products seit mehreren Jahren fest verankert. Im Hinblick auf die Nutzung von Palm- und Palmkernöl möchten wir Transparenz beweisen. Zudem spielt der Aspekt des Networkings eine tragende Rolle in der Gestaltung einer nachhaltigen Unternehmensführung. Aus diesem Grund sind wir Mitglied im Forum Nachhaltiges Palmöl (FONAP). Durch diese Mitgliedschaft können wir - gemeinsam mit den Akteuren - eine dauerhafte Verbesserung der Palmölwirtschaft unterstützen.
Seit der Gründung im Jahr 1921 zeichnet sich das Unternehmen Nordische Oelwerke Walther Carroux als kompetenter Partner in Sachen Öle und Fette aus. Dabei beliefert das qualitätsbewusste Unternehmen Industrieunternehmen vieler Branchen. Hochwertiges Glycerin, destillierte Fettsäuren und Pflanzenöle und Fette sind gefragte Grundstoffe bei der Herstellung diverser Kosmetika, Farben, Lacke und pharmazeutischer Produkte in der Tabak-, Gummi- und Papierindustrie sowie in der Lebensmittelproduktion
Seit 2015 sind wir Mitglied des RSPO (Roundtable on Sustainable Palmoil). Wir unterstützen dabei voll und ganz die Ziele den nachhaltigen Anbau von Palmöl aus ökologischer und sozialer Sicht zu verbessern. Dabei ist uns die Verantwortung für den Mensch, der Umwelt und der Schonung der Ressourcen sehr wichtig.
Nach dem Motto "Verantwortung übernehmen – stets Qualität liefern" bildet die Kundenorientierung die Basis unserer Unternehmenspolitik. Alle damit verbundenen innovativen Ideen und Umsetzungsprogramme sind darauf ausgerichtet, den Kunden das gewünschte Produkt qualitativ und termingerecht bereitzustellen. Unser Ziel ist es, Kundenwünschen in Bezug auf maßgeschneiderte Lösungen zu entsprechen. Daher möchten wir hier den Einsatz an nachhaltig produzierten Produkten verbessern.
Konzepte zur Nachhaltigkeit für Öle und Fette und daraus produzierte Produkte sollen stärker im Mittelpunkt gestellt werden. Unsere Branche ist gerade am Beginn des Prozesses mit nachhaltigen Palm-Produkten. Die Einhaltung der RSPO-Kriterien ist bereits der richtige Schritt in die richtige Richtung. Wir sind der Überzeugung, dass Nachhaltigkeit mehr im Focus sein wird. Dabei ist es notwendig, dass alle Akteure in der Lieferkette die Wichtigkeit vom Thema Nachhaltigkeit erkennen. Dann wird das System Nachhaltigkeit Erfolg haben. Dieses Ziel wollen wir mit der Mitgliedschaft im Forum Nachhaltiges Palmöl unterstützen.
OVID vertritt die Interessen der ölsaatenverarbeitenden Unternehmen in Deutschland. Die Kernaufgabe unserer 19 Mitgliedsfirmen ist die Verarbeitung von Ölsaaten und Pflanzenölen. Die daraus entstehenden Produkte sind wichtige Rohstoffe und zentraler Bestandteil eines bewussten und modernen Lebens. Neben der Verwendung im Lebensmittelbereich spielen Pflanzenöle und -fette eine wichtige Rolle bei der Oleochemie und im technischen Bereich. Außerdem dienen Pflanzenöle als Basis für die Biodieselherstellung. Die proteinhaltigen Schrote, die neben Ölen und Fetten aus Ölsaaten gewonnen werden, dienen als wertvolles Futtermittel in der Nutztierhaltung. Als Verband sind wir die Schnittstelle zwischen unseren Mitgliedsunternehmen, politischen Entscheidungsträgern, Wirtschaft, Wissenschaft und Institutionen.
Die Verwendung von Pflanzenölen als Basis für Biodiesel unterliegt als Einzige per Gesetz strengen Nachhaltigkeitsauflagen. Aufgrund dieser Nachhaltigkeitsanforderungen im Bereich der Bioenergie sind die von OVID vertretenen Ölmühlen nachhaltig zertifiziert (z.B. ISCC, REDCert, RSPO) und verfügen seit Jahren über eine weitreichende Erfahrung und das notwendige Instrumentarium um zertifizierte Rohstoffe, darunter Palm- und Palmkernöl, auch für andere Verwendungsbereiche wie Nahrungsmittel und Oleochemie zur Verfügung zu stellen.
Nachhaltigkeitsanforderungen im Bereich Bioenergie sind nur der Anfang. Im Sinne eines wirkungsvollen Klimaschutzes und eines einheitlichen Wettbewerbs ist eine Ausweitung der Nachhaltigkeitsanforderungen auf alle Verwendungsbereiche der richtige Weg. Als Verband unterstützt OVID daher den Geist und die Ziele des Forums Nachhaltiges Palmöl.
Dr. Momme Mathiessen, Geschäftsführer
Cornelia Schröpfer, Referentin PR und Public Relations
Peter Kölln ist ein 1820 gegründetes Familienunternehmen mit Sitz im norddeutschen Elmshorn. Zu dem Unternehmen gehören renommierte Lebensmittel-Marken, die alle auf eine lange Tradition zurückblicken. Über die Marke KÖLLN mit ihrem breiten Portfolio an Hafer-Produkten hinaus gehören die Marken Mazola®, Livio®, Biskin®, Palmin® und Becht’s® sowie Edelweiss® Milchzucker zur Produktfamilie. Weitere Informationen finden Sie auf www.kölln.com
Nachhaltigkeit im Sinne der unternehmerischen Verantwortung ist fest in unserem Leitbild verankert und in unser hauseigenes Projektmanagementsystem integriert. Als Pilotunternehmen erarbeiteten wir in einem BMBF-geförderten Forschungsprojekt direkt umsetzbare Handlungsempfehlungen zum Nachhaltigkeitsmanagement, die seit Projektabschluss 2018 auch anderen Unternehmen zur Verfügung gestellt werden.
Peter Kölln unterstützt die Arbeit des RSPO seit 2011 durch seine Mitgliedschaft. Seit 2014 enthalten alle palmölhaltigen Produkte unseres Hauses 100% segregiertes Palmöl.
Palmöl ist unverzichtbare Zutat in einigen Produkten unseres Hauses. So sehen wir die Verwendung von nachhaltigem Palmöl als einen wichtigen Beitrag, die Bestrebungen zu nachhaltigerem Palmöl in den produzierenden Ländern zu unterstützen. Im Rahmen unseres gesellschaftspolitischen Engagements haben wir mit dem Beitritt zum FONAP das Ziel, weiteren Einfluss auf die Verbesserung des Palmölanbaus auszuüben.
Herr Jörn Mehrens, Leiter Einkauf Rohstoffe/Handelswaren
Die genossenschaftliche REWE Group ist einer der führenden Handels- und Touristikkonzerne in Deutschland und Europa. Das 1927 gegründete Unternehmen ist mit rund 380.000 Beschäftigen und 15.500 Märkten in 21 europäischen Ländern präsent. Die REWE Group ist überzeugt, dass sich Qualität über die primären Eigenschaften der Ware hinaus auch durch ökologische und soziale Aspekte auszeichnet. Ziel ist es deshalb, nachhaltigere Produkte zu entwickeln und zu vermarkten.
Die REWE Group setzt sich für einen nachhaltigeren Palmölanbau ein und verfolgt das Ziel, die sozialen, ökologischen und ökonomischen Bedingungen in den Anbauländern zu verbessern. In der REWE Group Leitlinie für Palmöl- und Palmkernölerzeugnisse ist das Ziel formuliert, für sämtliche palm(kern)ölhaltigen Eigenmarken, die in Deutschland vertrieben werden, ausschließlich Palmöl aus nachhaltigerer Produktion zu verwenden. Unter Berücksichtigung aller Handelsmodelle setzt die REWE Group in Deutschland bereits seit 2013 zu 100 Prozent zertifiziertes Palmöl ein. Die Verwendung von zertifiziertem Palmöl richtet sich dabei nach den vom Forum Nachhaltiges Palmöl anerkannten Zertifizierungssystemen RSPO, ISCC+ und Rainforest Alliance, wobei für die Eigenmarken der REWE Group vornehmlich der Zertifizierungsstandard des Runden Tisches für nachhaltiges Palmöl (RSPO) genutzt wird.
Die REWE Group verpflichtet sich zum Einkauf zertifizierten Palmöls bei allen palmölhaltigen Eigenmarken entsprechend den folgenden Anforderungen:
Die REWE Group hat im Jahr 2013 das Forum Nachhaltiges Palmöl mitgegründet und verfolgt das Ziel, so die Nachhaltigkeit im gesamten Palmölsektor weiter voranzutreiben.
Im Palmölanbau ist großes Optimierungspotenzial vorhanden. Um dieser Tatsache zu begegnen, bedarf es einer sektorweiten Koordination und Kooperation. Das Forum Nachhaltiges Palmöl bildet eine starke Gemeinschaft, um mit diversen Akteuren entlang der Wertschöpfungskette Ansätze zu finden, die dauerhaft zu positiven Entwicklungen entlang der gesamten Lieferkette führen.
Joana Meier
RINGANA produziert Frischekosmetik und natürliche Nahrungsergänzung. Das Konzept: Frisch produziert mit effektivsten Wirkstoffen aus der Natur. Jedes Produkt wird bedarfsorientiert mehrmals pro Monat erzeugt. Dieses einzigartige Frischekonzept ermöglicht es hocheffiziente und antioxidative Wirkstoffe aus der Natur einzusetzen, die in herkömmlicher Kosmetik keine Verwendung finden. Die frische Produktion erspart dem Kunden belastende Konservierungsstoffe, Stabilisatoren und Mineralöle.
RINGANA verwendet in einigen Produkten Palm(kern)ölderivate und ist sich der Palmölproblemetik sehr bewusst. Wir als Unternehmen beschreiten daher aktuell den Weg, "besseres" Palmöl zu suchen, etwa mit Hilfe des 2004 ins Leben gerufenen "Roundtable for Sustainable Palm Oil" (RSPO).
„Es besser machen“ ist seit jeher Anspruch von RINGANA und Firmengründer Andreas Wilfinger. Mit einer Vision wie dieser kann man sich nicht zurücklehnen und Erfolge genießen. Deshalb nehmen wir unsere Verantwortung aktiv war und setzen uns als Mitglied im Forum Nachhaltiges Palmöl dafür ein, möglichst schnell 100% segregiertes zertifiziertes Palmöl und Palmkernöl verfügbar zu machen.
Dr. Isa Werner
E-Mail: werner@ringana.com
Telefon: +43 (3332) 61550 - 53
Das SAN (Sustainable Agriculture Network) ist ein globales Netzwerk aus regional und international tätigen NGOs. Unsere Vision ist eine Welt, in der Landwirtschaft zum Erhalt der Artenvielfalt und zu nachhaltigen Lebensbedingungen beiträgt. Wir unterstützen Erzeuger im Ursprung und Unternehmen entlang der Lieferkette dabei, ihre jeweiligen Nachhaltigkeitsziele zu erreichen und zwar so praxisnah, effizient und effektiv wie möglich. Die profunden Kenntnisse und die feste Verankerung unserer Mitgliederorganisationen im jeweiligen Land ermöglichen es uns, lokale adäquate Lösungsansätze zu konzipieren und umzusetzen. Wir sind stolz darauf, eine Mitgliederorganisation mit globaler und lokaler Reichweite zu sein.
Mehr Informationen unter www.sustainableagriculture.eco.
SAN-Mitglieder haben zur Umsetzung besserer agrarischer Praktiken auf Palmöl-Farmen in Zentral- und Südamerika beigetragen. Nach mehr als 20 Jahren in der Zertifizierungsarbeit wissen wir, dass Zertifizierung vieles vor Ort bewirken kann, aber auch ihre Grenzen hat. Für die enormen Herausforderungen unserer Zeit, wie Klimawandel, Armut, Entwaldung, Boden- und Wasserkontamination sowie Menschenrechtsverletzungen, braucht es ein umfassenderes und flexibleres Engagement.
Wir glauben an widerstandsfähige Agro-Ökosysteme und eine Landwirtschaft, die zur Abschwächung und Anpassung an den Klimawandel beiträgt. Und wir glauben an das unveräußerliche Recht eines jeden Menschen, fair behandelt zu werden. Um diese hohen Ziele in der Realität umzusetzen, arbeiten wir in Projekten mit Partnern aus Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Politik auch im Palmölsektor zusammen.
Kaum ein Rohstoff wird so kontrovers diskutiert wie Palmöl. Gleichzeitig wird Palmöl unter unterschiedlichsten Bedingungen angebaut, sodass sich eine einzige Schlussfolgerung zu dessen Nachhaltigkeitsbilanz verbietet. Statt zu boykottieren müssen wir uns darauf konzentrieren, eine ökologisch verantwortungsvolle und sozial vertretbare Kultivierung von Palmöl zu fördern.
Mit unserer langjährigen Erfahrung aus der Zertifizierungsarbeit, der lokalen Verankerung unserer Mitgliederorganisationen und der technischen sowie fachlichen Expertise des SAN-Teams wollen wir zum Dialog und Handeln gemäß der FONAP-Zielsetzungen in Kooperation mit verschiedenen Anspruchsgruppen beitragen. Wir fördern ein gemeinsames Verständnis der Interessen und intensivieren den Wissenstransfer zwischen verschiedenen Anbauregionen.
Sascha Tischer, Büro Deutschland
Solidaridad is an international civil society organisation operating from ten regional offices on five continents. Solidaridad envisions a world in which all we produce, and all we consume, can sustain us while respecting the planet, each other and the next generations. The mission of Solidaridad is to bring together supply chain players and engage them with innovative solutions to improve production, ensuring the transition to a sustainable and inclusive economy that maximizes the benefit for all.
Solidaridad works together with players throughout the palm oil sector to build sustainable and inclusive palm oil supply chains. We develop innovative and scalable farmer-first business cases focussed on improving agricultural and business practices.
An important way to work towards more sustainable supply chain ist he transition of markets. We believe the Fonap is a very important initiative to work on this goal. As Solidaridad we would like to contribute our expertise to the platform to support it to deliver ist objectives.
Marieke Leegwater
thyssenkrupp Packaging Steel ist Deutschlands einziger Hersteller von Verpackungsstahl. Mit mehr als 2.400 Mitarbeitern stellen wir in Andernach unveredeltes, verzinntes oder spezialverchromtes Feinstblech in Dicken von 0,100 bis 0,499 mm her, das von unseren Kunden überwiegend zu Dosen weiterverarbeitet wird. Mit und ohne organische Beschichtung (Lack, Kunststofffolie) eignet sich das Material für unterschiedlichste Verpackungslösungen. Mehr als 90 Prozent des von uns hergestellten Materials werden zur Verpackung von Nahrungsmitteln, Getränken oder chemisch-technischen Erzeugnissen (Aerosole, Farben, Lacke) eingesetzt. Die restlichen Anwendungen finden sich zum Beispiel im Bau-, Automobil- oder Elektronikbereich. Unser Unternehmen, dessen Wurzeln bis in das Jahr 1760 zurückgehen, beliefert mit seinem Premium-Verpackungsstahl etwa 400 Kunden in 80 Ländern.
Seit Januar 2015 setzen wir ausschließlich zu 100 Prozent zertifiziertes, segregiertes Palmöl nach den vom Forum Nachhaltiges Palmöl (FONAP) anerkannten Zertifizierungssystemen RSPO, ISCC+, RSB oder Rainforest Alliance in unserem Produktionsprozess ein. Dies stellen wir durch Audits bei allen unseren Lieferanten sicher. Darüber hinaus beteiligen wir uns an der WWF-Umfrage „Palmöl Scorecard“, um Transparenz zu schaffen. Seit mehreren Jahren sind wir bereits im FONAP engagiert, auch wenn wir nur eine sehr geringe Menge Palmöl in unseren Prozessen einsetzen.
Nachhaltigkeit ist tief im unternehmerischen Handeln von thyssenkrupp Packaging Steel manifestiert, denn wir sind überzeugt, dass dies der Schlüssel für eine gute Zukunft ist. Da wir uns unserer gesellschaftlichen Verantwortung bewusst sind, ist es für uns wichtig, im Rahmen der Verpackungsstahlproduktion zur Schmierung nur noch segregiertes, zertifiziertes Palmöl einzusetzen. Mit Beginn des Jahres 2015 haben wir zu 100 Prozent auf segregiertes, zertifiziertes Palmöl aus nachhaltigem Anbau umgestellt. Wir engagieren uns bereits seit mehreren Jahren im Forum Nachhaltiges Palmöl (FONAP), da wir denken, dass eine gemeinsame Initiative mit starken Partnern zu Veränderungen führen kann, die positive Wirkungen auf das ökologische Gleichgewicht haben. Es ist für uns selbstverständlich, dass wir daher bei allen unseren Palmöllieferanten Audits durchführen.
Wir sind eine Denkfabrik und ein kollaboratives Netzwerk von problembewussten und leidenschaftlichen Menschen, die in den letzten Jahren an und in zahlreichen Nachhaltigkeitsinitiativen gearbeitet haben. Wir setzen uns für regenerative Lösungsansätze ein und verstehen die Bedeutung von Innovation. Gleichzeitig erkennen wir den Wert schneller, pragmatischer Lösungen an, die möglicherweise eine größere Wirkung erzielen können.
Als zivilgesellschaftlich engagierte Bürger*innen bringen wir unterschiedliche Expertisen und Perspektiven zusammen – Zertifizierung und Standardsetzung, Ernährungswissenschaften, Internationales Marketing und Kommunikation, Ethik, Personalentwicklung usw. Palmöl ist ein immer wieder im Fadenkreuz massiver Kritik stehender agrarischer Rohstoff. Gleichzeitig wird vielfach betont, wie unverzichtbar Palmöl für die Nutzung in westlichen Märkten und auch vor allem für die Menschen in den Herkunftsländern ist. So arbeiten wir daran, das Produktionssystem wie auch den Wert dieses besonderen Rohstoffes für die vielfältigen Anwendungen besser zu verstehen und zu durchdringen. Auch engagieren wir uns dafür, Mittel und Wege mit zu identifizieren, die zu einer insgesamt ökologischeren, sozial gerechteren und ökonomisch beständigen Palmöl-basierten Wirtschaftsweise führen können. Für uns ist ein demokratischer, konsensorientierter Interessensausgleich und Diskurs in jeder Hinsicht unverzichtbar. Nur gemeinsam können wir bestehende Herausforderungen angehen und zu konstruktiven Lösungen finden.
Als Multiakteurspartnerschaft ist das Forum Nachhaltiges Palmöl (FONAP) in Deutschland eine wahrlich breit aufgestellte Plattform mit vielfältiger Anspruchsgruppenperspektive. FONAP strahlt weit über die Grenzen Deutschlands hinaus und genießt nach unserer Wahrnehmung einen exzellenten Ruf – wird es international durchaus aus Leuchtturm für erfolgreichen Lösungsdiskurs gesehen. Vor diesem Hintergrund wollen wir von FONAP lernen, in dem wir zuhören, uns aber auch kritisch-konstruktiv einbringen, um die vor uns stehenden Aufgaben für mehr Nachhaltigkeit auch im Palmölsektor mit zu adressieren und anzugehen.
Dorothea Frommberger
Weleda ist Pionierin und weltweit führende Herstellerin von anthroposophischen Arzneimitteln und ganzheitlicher Naturkosmetik. Weleda stellt weltweit rund 1100 Fertigarzneimittel, 120 Naturkosmetikprodukte und 10 Diätetika her und beschäftigt rund 2000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Höchste Qualitätsansprüche und ein schonender Umgang mit den Ressourcen gehen bei der Produktion Hand in Hand. Über 83 Prozent der pflanzlichen Rohstoffe stammen aus kontrolliert biologischem oder biologisch-dynamischem Anbau und aus kontrollierter Wildsammlung.
Weleda arbeitet in enger Kooperation mit ihren Lieferanten an einer Strategie für den Umgang mit Rohstoffen, die auf Palmöl basieren. Reines Palmöl setzen wir nur in höchster, bio-zertifizierter Qualität ein. Schwierig bleibt weiterhin die geringe Transparenz auf dem Markt für verarbeitete Rohstoffe. Für Derivate, die auf Palmöl oder Palmkernöl basieren, arbeiten wir deshalb eng mit unseren Lieferanten zusammen, um hier schnellstmöglich zu einer lückenlosen Rückverfolgbarkeit zu gelangen.
Für Weleda ist es ein großes Anliegen, bei allen Prozessen möglichst nachhaltig vorzugehen. Die Mitgliedschaft im Forum Nachhaltiges Palmöl gibt uns die Möglichkeit, unsere Ziele in einer Gemeinschaft zu verfolgen. Durch die Beteiligung von Vertretern unterschiedlicher Industrien, von NGOs, von Zertifizierern und anderen Betroffenen können Lösungen umfassend erarbeitet werden, um die Situation in den Anbauländern zu verbessern. Der Einfluss, den das Forum dabei auf wichtige Organisationen wie RSPO nimmt, ist ausschlaggebend. Als einzelnes Unternehmen hätten wir die Verbesserungen am Markt nicht bewirken können, die seit Gründung des FONAP im Jahre 2012 erzielt wurden.
Irena Seliger
Naturschutz geht uns alle an. Die Bewahrung intakter Lebensräume und die Erhaltung wildlebender Tier- und Pflanzenarten sind eine unabdingbare Notwendigkeit für das Überleben der Menschheit. Der WWF engagiert sich seit mehr als 50 Jahren weltweit für die Bewahrung der biologischen Vielfalt. Die private, unabhängige Naturschutz-Organisation ist in mehr als 100 Ländern aktiv und wird von rund fünf Millionen Förderern unterstützt.
Weltweit setzt sich der WWF Deutschland in 21 internationalen Projektregionen für den Naturschutz ein. Schwerpunkte sind dabei der Erhalt der letzten großen Waldgebiete der Erde – sowohl in den Tropen als auch in gemäßigten Regionen –, der Kampf gegen den Klimawandel, der Einsatz für lebendige Meere sowie die Bewahrung von Flüssen und Feuchtgebieten weltweit. Wichtigste Instrumente der WWF-Naturschutzarbeit sind die Ausweisung von Schutzgebieten und die nachhaltige, naturverträgliche Nutzung unserer Naturgüter. Darüber hinaus engagiert sich der WWF für eine Verringerung der Umweltverschmutzung und eines verschwenderischen Konsums auf Kosten der Natur.
Da die wachsende weltweite Nutzung von Palmöl weiterhin zur Rodung tropischer Wälder und sozialen Problemen beiträgt, wollen wir die landwirtschaftliche Produktion in umweltfreundlichere Bahnen lenken. Dazu gehören in erster Linie die Ausweisung von Schutzgebieten und die partizipative Erarbeitung von nachhaltigen Landnutzungskonzepten aber auch die Unterstützung von Kleinbauern, der Restaurierung von Flächen sowie das Engagement für eine nachhaltigere Produktion und das Engagement in verschiedenen Zertifizierungssystemen und Runden Tischen.
Der WWF setzt als Mitglied im „Roundtable on Sustainable Palm Oil“ (RSPO) auf den kritischen Dialog mit Unternehmen aus der Palmölindustrie, um möglichst viele Unternehmen zur Einhaltung ökologischer und sozialer Standards zu bewegen. Die Anforderungen des Naturschutzes und die derzeitige Praxis in der Landwirtschaft liegen noch immer sehr weit auseinander. Der WWF ist außerdem Mitglied der Palm Oil Innovation Group (POIG), einer Initiative mit dem Ziel, innovative und nachhaltige Praktiken im Palmölanbau gemeinsam zu fördern und umzusetzen. POIG baut auf den Prinzipien und Kriterien des RSPO auf und setzt höhere ökologische und sozialer Anforderungen um, die nicht über den RSPO-Standard abgedeckt sind.
Da die weltweiten Probleme bei der Produktion von Palmöl mit freiwilligen Zertifizierungssystemen und Initiativen allein nicht zu bewältigen, setzt sich der WWF gemeinsam mit anderen auch für ein Lieferkettengesetz für Deutschland und die EU ein, das alle Unternehmen zur Achtung von Umweltstandards und Menschenrechten in ihren Wertschöpfungsketten verpflichtet.
Die gewaltigen negativen Auswirkungen des Palmöl-Anbaus auf Mensch und Natur zeigen, dass dringend ein ökologischer, ökonomischer und sozialer Kurswechsel vollzogen werden muss. Der WWF fordert seit einigen Jahren von Unternehmen, dass sie ausschließlich physisch zertifiziertes (segregiertes) Palm(kern)öl nutzen; noch besser Palmöl, das nach den Kriterien der Palm Oil Innovators Group (POIG) verifiziert ist und sich für eine bessere Einbindung von Kleinbauern in Lieferketten, für Rückverfolgbarkeit und Transparenz einsetzen sowie für die Verbesserung von existierenden Standard.
Im FONAP können wir mit Unternehmen zusammenarbeiten, die eine klare Selbstverpflichtung für diese Themen abgegeben haben und transparent über die Einhaltung dieser Verpflichtungen berichten. Gemeinsam kann mehr Druck aufgebaut werden. So wurde beispielsweise die Überarbeitung der Prinzipien und Kriterien des RSPO 2018 positiv beeinflusst, hin zu strengeren Kriterien. Gemeinsam können und wollen wir Landschaftsansätzen, Naturschutz- und Renaturierungsprojekte in Palmöl produzierenden Regionen unterstützen. Wir schätzen den offenen Austausch von Positionen, Möglichkeiten und Schwierigkeiten im Bereich Palmöl mit den Mitgliedern.
Ilka Petersen
Der World Wide Fund For Nature (WWF) ist eine der größten und erfahrensten Naturschutzorganisationen der Welt und in mehr als 100 Ländern aktiv. Weltweit unterstützen ihn fünf Millionen Förderer. Das globale Netzwerk des WWF unterhält 90 Büros in mehr als 40 Ländern. Rund um den Globus führen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aktuell 1300 Projekte zur Bewahrung der biologischen Vielfalt durch.
Da die wachsende weltweite Nutzung von Palmöl zur Rodung tropischer Wälder beiträgt, wollen wir die landwirtschaftliche Produktion in umweltfreundlichere Bahnen lenken. Dazu gehören in erster Linie die Ausweisung von Schutzgebieten und die Erarbeitung von intelligenten Landnutzungskonzepten. Hinzu kommt unser Engagement in verschiedenen Zertifizierungssystemen und Runden Tischen.
Der WWF hat zum Beispiel 2004 den „Roundtable on Sustainable Palm Oil“ (RSPO) mit ins Leben gerufen. Unser Ziel: alle Beteiligten auf ökologische und soziale Mindeststandards einzuschwören, die über den gesetzlichen Anforderungen liegen. Die Anforderungen des Naturschutzes und die derzeitige Praxis in der Landwirtschaft liegen bei vielen Produkten sehr weit auseinander. Die Runden Tische mit ihren Mindeststandards sind für den WWF ein Instrument, den Massenmarkt schrittweise zu mehr Nachhaltigkeit zu bewegen und damit dem Naturschutz mehr Platz zu verschaffen.
Dem WWF gehen die Kriterien des Runden Tisches für Palmöl (RSPO) noch nicht weit genug, wir sehen sie als Mindeststandard. Mit Hilfe des Forums möchten wir erreichen, , dass kein Palmöl ohne Zertifizierung mehr ins Land kommt und dass alle Unternehmen nur noch segregiertes Palmöl nutzen, so dass mehr Transparenz entsteht und Lieferanten, die sich nicht an soziale und ökologische Kriterien halten keine Abnehmer mehr finden.
Wir werden uns intensiv dafür einsetzen, dass die FONAP-Zusatzkriterien, umgesetzt und Lieferanten unterstützt werden, die über die existierenden Zertifizierungssysteme hinausgehen. Dazu gehört, dass Plantagen nicht auf Torfwäldern oder Flächen mit hohem Kohlenstoffwert entstehen, dass auf gefährliche Pestizide verzichtet wird, klare Reduktionsziele für Treibhausgasemissionen ausgewiesen werden und alle Palmöl-Früchte aus legalen Quellen stammen. Wir planen Pilotprojekte, um diese Anforderungen überprüfbar zu machen und engagieren uns zusätzlich in der „Palm Oil Innovators Group“, in der sich fortschrittliche Produzenten mit NGOs zusammen geschlossen haben, um ähnliche Anforderungen bei der Produktion umzusetzen.
Hannah-Heidi Schindler
Die Zentis GmbH & Co. KG ist einer der führenden fruchtverarbeitenden Betriebe Europas und liefert neben Frucht- und Gemüsezubereitungen auch Marzipan-Rohmassen für die weiterverarbeitende Milch-, Back und Süßwarenindustrie. Zudem zählt das Unternehmen zu den größten Produzenten von Konfitüren und Brotaufstrichen.
Das Unternehmen steht für beispiellose Expertise bei der Veredelung von Früchten und anderen natürlichen Rohstoffen: Zentis, das bedeutet erstklassige Produkte, kompromisslose Qualitätspolitik und eine echte Leidenschaft für Früchte.
Nachhaltige Entwicklung bedeutet für uns die gleichberechtigte Beachtung ökologischer, ökonomischer und sozialer Gesichtspunkte – als gelebte Verantwortung für alle unternehmerischen Dimensionen.* Für uns als Hersteller hochwertiger, fruchtbasierter Lebensmittel ist die Natur der wichtigste Lieferant. Seit über 120 Jahren liefert sie uns die besten Rohstoffe für unsere Produkte. Wir wissen auch um die Bedeutung der Menschen, die auf allen Ebenen des Herstellprozesses, von der Ernte bis zur Auslieferung unserer Produkte, täglich ihr Bestes geben. Daher ist nachhaltiges Handeln in all seinen Dimensionen für uns oberstes Gebot. Als traditionelles Familienunternehmen denken wir langfristig und fühlen uns kommenden Generationen verpflichtet.
Zentis ist seit 2012 Mitglied des RSPO. Seit 2015 setzen wir für die Zentis Marke zu 100% SG zertifiziertes Palmöl/Palmkernöl ein. Mit dem Zertifizierungsstandard „SG“ (segregated) garantieren wir, dass unsere Produkte ausschließlich zertifiziertes, nachhaltiges Palmöl enthalten. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, Primärwälder und ökologische Waldflächen zu erhalten und darüber hinaus faire Arbeitsbedingungen und eine nachhaltige Lebensgrundlage für die Menschen zu sichern, die vor Ort in der Palmölproduktion arbeiten. Gemeinsam mit der RSPO arbeiten wir kontinuierlich daran, geltende Standards stetig zu verbessern und dafür zu sorgen, dass die Palmölherstellung noch nachhaltiger wird.
Ein weiterer Fokus wird in Zukunft auf einem Wandel hinsichtlich all jener Rohstoffe liegen, die Palmöl bzw. Palmkernöl – auch gegebenenfalls in Form von Derivaten und Fraktionen – enthalten. Darunter fallen beispielsweise Gebäck, Aromen und Emulgatoren.
*Unseren Nachhaltigkeitsbericht finden Sie unter: https://www.zentis.de/content/download/15545/556272/version/1/file/_Nachhaltigskeitsbericht_Digital_200812.pdf)
Durch unsere Mitgliedschaft möchten wir die umfassenden Aktivitäten des FONAP unterstützen und zusammen mit den Interessenspartnern die wichtige Entwicklung zu mehr Nachhaltigkeit im Palmölsektor vorantreiben. Dazu gehört unter anderem die Weiterentwicklung und Verbesserung der bestehenden Zertifizierungssysteme und die transparente Kommunikation über das Thema zertifiziertes Palm(kern)öl. Nur gemeinsam mit anderen Mitgliedern ist es möglich, an der Optimierung und dem Ausbau des RSPO-Standards zu arbeiten.
Myriam Lhuissier
Myriam.Lhuissier@zentis.de
Nachhaltigkeit greifbarer und messbar machen – dieses Ziel verfolgen Dr. Axel Kölle und Dr. Christian Geßner, bereits seit der Gründung des ZNU – Zentrum für Nachhaltige Unternehmensführung. Mittlerweile arbeiten 15 Mitarbeitende für das anwendungsorientierte Forschungsinstitut innerhalb der Fakultät für Wirtschaft und Gesellschaft der Universität Witten/Herdecke.
Das ZNU zeichnet sich durch ein umfassendes Nachhaltigkeitsnetzwerk aus, welches derzeit über 100 Mitglieder – darunter namhafte mittelständische Lebensmittelhersteller, Logistik- und Dienstleistungsunternehmen, aber auch wissenschaftliche Einrichtungen und Stiftungen sowie Fachzeitschriften. Mit dem ZNU-Standard Nachhaltiger Wirtschaften hat das ZNU das erste ganzheitliche und von unabhängiger Seite zertifizierbare Managementsystem rund um das Thema Nachhaltigkeit entwickelt. Der ZNU-Standard findet mittlerweile an zahlreichen Standorten in der Wirtschaft Anwendung.
Das ZNU setzt sich für die ganzheitliche Betrachtung von Nachhaltigkeit ein, daher muss daran gearbeitet werden, dass alle die an der Vermarktung und Verarbeitung von Kakao beteiligten Akteure zusammen an einer nachhaltigeren Wirtschaftsweise arbeiten – und dies entlang der gesamten Wertschöpfungskette, insbesondere um Arbeits- und Lebensbedingungen sowie Umweltauswirkungen in den Ursprungsländern zu verbessern und Wertschöpfung für alle zu generieren.
Das ZNU als namhaftes Partnernetzwerk trägt aufgrund seiner praxisorientierten Forschung, Weiterbildungen rund um das Thema Nachhaltigkeit, der jährlichen ZNU-Zukunftskonferenz und durch Arbeitskreise innerhalb des ZNU-Partnernetzwerkes zu einer nachhaltigeren Wirtschaftsweise bei. Wir fördern die Vernetzung, sowie den Erfahrungsaustausch und unterstützen die Unternehmen bei ihren Nachhaltigkeitsherausforderungen insbesondere auch für Unternehmen der Lebensmittelbranche. Als Mitglied im Forum möchten wir zum einen von dessen Kompetenzen partizipieren und zum anderen auch unser umfassenden Nachhaltigkeits-Knowhow auf unterschiedlichen Ebenen einbringen.
ZNU-Zentrum für Nachhaltige Unternehmensführung der Universität Witten/Herdecke
Dr. Axel Kölle, Leitung ZNU
Sekretariat Forum Nachhaltiges Palmöl
c/o GIZ GmbH
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D-53113 Bonn
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